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Coronavirus Rheinisch-Bergischer Kreis: Elf bestätigte Fälle im Kreisgebiet

Entwicklung im Rheinisch-Bergischen Kreis : Elf bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet

Overather Arztpraxis vorläufig geschlossen. DRK unterstützt inzwischen das Kreisgesundheitsamt in der Betreuung der unter Quarantäne stehenden Personen. Erkrankter aus Leichlingen inzwischen stationär isoliert.

Der Rheinisch-Bergische Kreis meldet jetzt den elften bestätigten Corona-Fall im Kreisgebiet. Er wurde am Dienstagmorgen dem Kreisgesundheitsamt in Bergisch Gladbach gemeldet.

Die 54-jährige Frau hat seit dem 6. März Symptome. Die Frau war von einem Auslandsaufenthalt in einem Risikogebiet zurückgekehrt. Aufgrund von Hinweisen aus dem Ausland wurde am 8. März schließlich ein Abstrich veranlasst. Das Ergebnis fiel positiv aus. Die Erkrankte hält sich zu Hause auf und steht unter häuslicher Quarantäne. Es wurden fünf Kontaktpersonen ermittelt. Auch für sie gilt die häusliche Quarantäne. In Gladbach gibt es jetzt drei bestätigte Corona-Fälle.

Eine 63-jährige Frau aus Overath wurde am vergangenen Montag dem Gesundheitsamt gemeldet, sie hat seit dem 2. März Symptome und ist seit dem 5. März krankgeschrieben, teilte der Kreis am Dienstag mit. Am 7. März wurde sie stationär aufgenommen und auch auf das Coronavirus getestet.

Laut Kreisverwaltung gab es bestehende Kontakte zu einer Overather Arztpraxis, die daher geschlossen werden musste. Arzt und Mitarbeitende sind in Quarantäne. Die Praxis wird voraussichtlich bis zum 20. März geschlossen bleiben müssen. Weitere direkte Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt und einzeln persönlich und telefonisch betreut.

Zu ihnen erfolgt eine tägliche Kontaktaufnahme per Telefon, um den Gesundheitszustand der Personen zu dokumentieren, teilt der Rheinisch-Bergische Kreis mit. Das Gesundheitsamt wird inzwischen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) unterstützt. Die täglichen Anrufe erfolgen durch das DRK im Auftrag des Gesundheitsamtes. In Overath ist es inzwischen der vierte bestätigte Fall.

Einen zweiten bestätigten Fall in Leichlingen meldet das Gesundheitsamt. Ein 58-jähriger Mann wurde positiv getestet. Er war bereits seit dem 2. März krankgeschrieben und blieb mit starken Erkältungssymptomen zu Hause. In der Nacht von Sonntag auf Montag hatte sich sein Zustand verschlechtert, teilte der Kreis mit. Er wurde per Rettungswagen stationär isoliert aufgenommen. Der Abstrichtest fiel positiv aus. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es außer der Ehefrau und dem Rettungsdienstpersonal, das den Einsatz gefahren hat, keine weiteren Kontaktpersonen im hiesigen Umfeld. Der Patient bleibt weiterhin in isolierter stationärer Behandlung.

Das Rettungspersonal hat den Einsatz unter voller Schutzkleidung gefahren. Darauf weist ausdrücklich die Kreisverwaltung hin. Die Rettungssanitäter sind daher keine Kontaktpersonen. Die Quarantäne beschränkt sich derzeit lediglich auf die Ehefrau.

Der Kreis hat inzwischen eine zentrale Abstrichstelle zur Entlastung der Hausärzte eingerichtet. Verdachtsfälle leiten die Hausärzte weiter; dann bekommen Betroffene einen Termin. Vorher erfolgt die telefonische Befragung. Ohne Termin erfolgt kein Abstrich.