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Corona: Mann aus Wermelskirchen infizierte sich auf Auslandsreise

65-Jähriger positiv getestet : Erster Corona-Fall in Wermelskirchen - Mann infizierte sich auf Auslandsreise

Ein 65-jähriger Mann aus Wermelskirchen ist am Freitagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit gibt es den vierten bestätigten Fall im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Ein 65-jähriger Mann aus Wermelskirchen ist Freitagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Rheinisch-Bergische Kreis Samstagmittag mit. Damit gibt es kreisweit den vierten bestätigten Corona-Fall. Der Mann war mit seiner Ehefrau am Abend des 4. März von einer Auslandsreise in einem der Risikogebiete zurückgekommen. Er blieb aufgrund von Erkältungsymptomen seitdem Zuhause und hatte keinen Kontakt mit anderen Bürgern, teilt die Kreisverwaltung mit. Er hatte sich auf der Reise infiziert. Aufgrund von Hinweisen aus dem Ausland wurde am Freitagabend von der Kreisverwaltung ein Abstrich veranlasst. Das Ergebnis mit dem positiven Befund ging bereits am späten Freitagabend ein. Der Kreis verhängte sofort eine häusliche Quarantäne-Anordnung.

Die Ehefrau des 65-Jährigen war am Wochenende nach Angaben von Kreissprecherin Birgit Bär beschwerdefrei. Nach ihren Angaben sind aktuell keine weiteren direkten Kontaktpersonen im Umfeld von Wermelskirchen bekannt. „Da die Frau aber zur Kontaktperson ersten Grades zählt, gilt auch für sie die Quarantäne-Anordnung, auch wenn sie nicht getestet wurde“, berichtet Birgit Bär. Die bereits begonnene häusliche Quarantäne werde weitere 14 Tage fortgesetzt. Laut Kreisverwaltung geht es dem Mann den Umständen entsprechend gut. „Wir halten uns bei den Tests an die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts, nach dem Tests nur durchgeführt werden, wenn Symptome auftreten oder Kontaktpersonen in Risikogebieten waren“, erläutert die Sprecherin. Für die Öffentlichkeit in Wermelskirchen habe der erste bestätigte Corona-Fall keine größeren Konsequenzen.

Arbeitsaufwendiger ist da die Situation an der Johannes-Gutenberg-Realschule in Bergisch Gladbach. Dort wurde eine Person aus der Schülerschaft positiv getestet, sie ist eine Kontaktperson des Corona-Erkrankten in der Kreisstadt. Deshalb findet an der Schule bis auf weiteres kein Unterricht statt. Die Schule war bereits vorsorglich am Donnerstag geschlossen worden. Birgit Bär berichtet, dass der Kreis noch am Samstag innerhalb von zwei Stunden die komplette Logistik für eine Abstrichstelle eingerichtet habe, um noch am Sonntag 95 Termine für einen Abstrich abzuarbeiten.

Das Bürgertelefon des Kreises ist unter der Woche von 8 bis 18 Uhr unter Tel. 02202 131313 erreichbar sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

 Generell gilt, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. Dazu zählen das häufige und ausgiebige Waschen der Hände. Hygienisches Niesen und Husten ist wichtig, beispielsweise in ein Einweg-Taschentuch und wenn ein solches nicht greifbar ist, in die Armbeuge und danach sich gründlich die Hände zu waschen. Ansammlungen von großen Menschenmassen sollten gemieden werden. Informationen des Robert-Koch-Institutes mit häufig gestellten Fragen zum Virus hält der Rheinisch-Bergische Kreis auf seiner Internetseite (https://www.rbk-direkt.de/informationenzum-

coronavirus.aspx) und über Facebook (www.facebook.com/Rheinisch.Bergischer.Kreis) vor.

Bei Kontaktpersonen wird zwischen drei verschiedenen Graden unterschieden. Eine Kontaktperson ersten Grades stand in direktem physischen Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person. Da der Übertragungsweg des Corona-Virus über Tröpfcheninfektion erfolgt, ist der unmittelbare Kontakt entscheidend. Dazu gehört zum Beispiel ein mindestens 15-minütiger Gesichts-Kontakt im Zuge eines Gesprächs. Ein Infektionsrisiko ist hier gegeben.

Die Kontaktperson zweiten Grades stand in weniger engem Kontakt mit der infizierten Person. Beispielsweise hat sie sich mit der infizierten Person zwar in einem räumlichen Umfeld aufgehalten, jedoch hat der Kontakt nicht direkt und über einen Zeitraum hinweg bestanden. Das Infektionsrisiko ist gering. Als Kontaktperson dritten Grades wird vom Robert-Koch-Institut medizinisches Personal angesehen, das adäquate Schutzkleidung getragen hat und einen Kontakt von weniger als zwei Metern geführt hat. Hier geht das Infektionsrisiko gegen Null.