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Corona in Wermelskirchen: Initiative "Gemeinsam sind wir stark"

Coronavirus : Einkaufen für gefährdete Menschen

Um die Ansteckungsgefahr für ältere und vorerkrankte Menschen zu reduzieren, hat sich eine neue Initiative gegründet. Freiwillige Helfer erledigen Einkäufe und andere Besorgungen und zeigen dadurch ihre Solidarität.

Die Corona-Krise zeigt neben all den fatalen Kosequenzen für ältere und vorerkrankte Menschen, für die bis über die Grenzen hinaus belasteten Arbeitskräfte in sogenannten systemrelevanten Berufen und für die angeknackste Wirtschaft auch positive Effekte: Viele Menschen verhalten sich solidarisch und helfen einander. Das ist auch das Ziel der neuen Initiative „Gemeinsam sind wir stark“, die am Wochenende von Mahmut Egilmez aus Wermelskirchen gegründet wurde. Menschen, die zur Risikogruppe von Covid-19 gehören, bietet er Unterstützung bei Besorgungen von Lebensmitteln, Medikamenten und Rezepten an.

Angefangen hat das Ganze mit einem Post auf seinem privaten Facebook-Account, in dem er am Freitagabend seine Unterstützung anbietet. Denn zu dem Zeitpunkt war für den Lehrer an einer Solinger Gesamtschule bereits klar: Er wird in den kommenden Wochen mehr Zeit als sonst haben. „Die Anteilnahme ist riesig“, berichtet Egilmez. „Es haben sich sehr viele Leute gemeldet, die mithelfen möchten.“ Den Anstoß für das Engagement hat Bürgermeister-Kandidatin Marion Lück gegeben, mittlerweile zählt die Initiative zwölf Helfer. Egilmez, der der Wermelskirchener CDU-Fraktion angehört, betont, dass die Initiative nicht in Zusammenhang mit seinem politischen Engagement stehe. „Das ganze ist überparteilich, wir wollen Solidarität mit Menschen zeigen und nicht mit Parteien.“

Egilmez will mit seinem Angebot nicht die empfohlenen Regeln der physischen Distanz brechen. „Deswegen läuft das meiste telefonisch ab“, erklärt der 29-Jährige. Wer den Dienst in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei ihm unter 0157 54624267 oder per Mail an egilmez9191@gmail.com melden. Am Telefon werde besprochen, was benötigt wird. „Die Einkäufe werden vor der Tür abgestellt und das Geld entgegengenommen, wobei wir die Hygieneregeln wie einen ausreichenden Abstand einhalten.“

Ziel sei es, so vielen Menschen wie möglich zu helfen. „Es ist unsere bürgerliche Pflicht, in diesen besonders schweren Zeiten anderen Mitmenschen zu helfen“, sagt Egilmez. Menschen, die sich an der Aktion beteiligen möchten, seien sehr willkommen und können sich bei ihm melden. „Wir müssen als Gesellschaft zusammenhalten und Solidarität zeigen. Nur wenn alle mitmachen, werden wir diese Herausforderung meistern.“