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Wermelskirchen: Container für die Feuerwehr-Spinde

Wermelskirchen : Container für die Feuerwehr-Spinde

Übergangslösung für die Dabringhausener Wehrleute, bis ein neues Gerätehaus an der L101 gebaut ist.

Gerade erst am Dienstagabend mussten die Einsatzkräfte aus Dabringhausen und Wermelskirchen einen Kaminbrand im Dorf löschen, der sich schnell zu einem Dachstuhlbrand hätte ausweiten können. Letzteres wurde verhindert: ein untrügliches Zeichen dafür, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr ist, die schnell mit freiwilligen, ortsnah verfügbaren Kräften vor Ort ist. Für die Ehrenamtlichen aus Dabringhausen hat sich die räumliche Situation fürs Erste entspannt: Am Gerätehaus baute die Stadtverwaltung einen Container auf, in dem nun Platz für die Spinde der 36 Feuerwehrleute, darunter drei Frauen, ist.

Zuletzt war die Situation an der Altenberger Straße für den Löschzug Süd unerträglich geworden: Damit ein dringend benötigtes Einsatzfahrzeug ein veraltetes ersetzen konnte, legten die Wehrleute mit Hilfe des Betriebshofs in Eigenleistung den Hallenboden und die Zufahrt tiefer (wir berichteten). Die Folge: Die Spinde mit der Einsatzkleidung fanden in der Halle keinen Platz mehr - notdürftig wurde ein Teil der Kleiderschränke in den Schulungsraum platziert.

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Die Stadtverwaltung reagierte auf den unhaltbaren Zustand: Der 40 Quadratmeter große Container steht unmittelbar am Gerätehaus, von wo Gas- und Stromleitungen die Heizkörper und Beleuchtung versorgen. "Im Einsatzfall darf vor der Halle kein Personenverkehr sein", erläutert Dabringhausens Gruppenführer Achim Schmitz: "Wir sind mit dieser Lösung übergangsweise zufrieden. Jetzt haben wieder alle Kräfte einen eigenen Spind." Eine "richtige Verbesserung" erhoffen sich die Wehrleute durch den Neubau eines Gerätehauses in Dabringhausen, den der Löschzug Süd seit über zehn Jahren fordert und froh ist, dass "aktuell alle Zusagen der Stadtverwaltung umgesetzt" (Schmitz) werden.

Einige Grundstücksoptionen für den Neubau des Gerätehauses hätten sich zwischenzeitlich zerschlagen, erläutert der Beigeordnete Stefan Görnert: "Ein erfahrenes Ingenieurbüro hat Pläne für die Kubatur einer Wache entworfen. Damit möchten wir die derzeitigen Verhandlungen mit dem Unternehmen ,Pro Vita' als Eigner des in Frage kommenden Grundstücks zum Abschluss bringen." Bei der Innenraumgestaltung dürfe der Löschzug Süd durchaus eigene Idee einbringen. Dabei würde dann beispielsweise der Bedarf nach für Frauen und Männer getrennte Umkleide- sowie Sanitärräume gedeckt.

(RP)