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Wermelskirchen: CDU: Mit Eilantrag Saisonstart fürs Freibad

Wermelskirchen : CDU: Mit Eilantrag Saisonstart fürs Freibad

Die CDU will dem Freibad-Förderverein Dabringhausen (FFD) ermöglichen, mit den Vorbereitungen für die kommende Saison in den nächsten Wochen zu beginnen. Wie Martin Bosbach, CDU-Stadtverbandsvorstandsmitglied und Vorsitzender der CDU Dabringhausen, der BM gestern mitteilte, soll ein Eilantrag dahingehend eingebracht werden, dem FFD den städtischen Zuschuss von 160 000 Euro auch für eine weitere Saison zu gewähren. Nach Vorstellung von Bosbach müsse möglichst schnell darüber entschieden werden. Es biete sich die Haupt- und Finanzausschusssitzung am kommenden Montag an.

Die CDU habe sich aber auch mit dem gestern von der BM wiedergegebenen Vorschlag von Peter Scheben (Büfo) befasst, der anregt, dem FFD das Freibad für einen Euro quasi zu schenken. Scheben hatte auf das Vorgehen verwiesen, wie das Freibad Dhünn vor einigen Jahren von der Stadt an den Betreiber übergeben worden ist. Bosbach hält aber einen solchen Weg für Dabringhausen als "überholt" und nicht ratsam. "In Dhünn gab es mit der Saunalandschaft einen kommerziellen Hintergrund. Dabringhausen ist aber ein reines Bürgerbad", verdeutlicht er. Da gehe es um ganz andere Interessen, und Scheben habe nur eine "Ferndiagnose" in Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vorgelegt, wirft der CDU-Mann dem Büfo-Vertreter vor. Es könne aber nicht sein, dass der FFD jetzt noch bis zur Ratssitzung am 24. April im Ungewissen gelassen werde: "Die müssen jetzt mit den Saisonvorbereitungen beginnen", meint Bosbach, der im Übrigen für seinen Eilantrag auch Befürworter außerhalb der CDU "wittert". So liege WNKUWG-Fraktionsvorsitzender Henning Rehse nicht weit entfernt von der Position der CDU, glaubt Bosbach. Und die entgegengesetzte Stellungnahme Horst Krügers, ebenfalls Büfo, zu Peter Scheben, stimme ihn optimistisch. Wie berichtet hatte Krüger vorgerechnet, dass ein Abriss die Stadt genauso viel kosten werde wie die weitere Bezuschussung des Freibades mit 150 000 Euro.

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(RP)