Wermelskirchen CDU entwirft die neue Schule

Wermelskirchen · Der Arbeitskreis Schule des CDU-Stadtverbandes hat ein Modell zur der Sekundarschule entworfen. Haupt- und Realschule sollen zur Profilschule werden, in der Hochbegabte bis Behinderte gleichermaßen gefördert werden.

 Schon mehrere Namen hat die Hauptschule gehabt. Bis 2008 war noch verblassend der Name Ostschule zu erkennen (rechtes Bild), bis sie zur heutigen Gemeinschaftshauptschule umbenannt wurde. Wahrscheinlich wird das Namensschild bald wieder ausgetauscht, in Sekundarschule.

Schon mehrere Namen hat die Hauptschule gehabt. Bis 2008 war noch verblassend der Name Ostschule zu erkennen (rechtes Bild), bis sie zur heutigen Gemeinschaftshauptschule umbenannt wurde. Wahrscheinlich wird das Namensschild bald wieder ausgetauscht, in Sekundarschule.

Foto: gt/N.H.

Fast zeitgleich mit dem Landtagsbeschluss zur Einführung der Sekundarschule in Nordrhein-Westfalen zum Schuljahr 2012/13 gab am Donnerstag auch der Arbeitskreis Schule des CDU-Stadtverbandes Wermelskirchen sein eindeutiges Votum für die neue Schulform bekannt. Wie die BM bereits im August berichtete, hatte der Arbeitskreis unter Leitung von Schulexperte Reinhard Löchelt schon bei seiner zweiten Sitzung die Eckpunkte für eine Sekundar- und Profilschule anstelle der bisherigen Realschule und Hauptschule vor Ort festgelegt. Diese konkretisierte der Arbeitskreis am Donnerstag, hob aber zugleich hervor, das Gymnasium und das Berufskolleg in Wermelskirchen in seiner bisherigen Form erhalten zu wollen.

Die Auflösung von Haupt- und Realschule und deren Überführung in eine Sekundarschule wird in Wermelskirchen bekanntlich durch zwei Begleitumstände forciert: Einerseits die sinkenden Schülerzahlen in der Hauptschule, die mittelfristigen einen Fortbestand schon jetzt unmöglich erscheinen machen; zweitens die Notwendigkeit, das PCB-belastete Realschulgebäude mittelfristig aufgeben zu müssen.

Vier Profile für optimale Förderung

Die Frage, ob die neue Sekundarschule in die bisherige Hauptschule einziehen soll und wann Haupt-und Realschule in den neuen Schultyp vor Ort überführt werden sollen, beantwortet der CDU-Arbeitskreis zwar noch nicht. Arbeitskreismitglied und Schulausschussvorsitzender Klaus Seeger erinnerte am Donnerstag aber an die Lösung, die Hauptschule erneut mit Pavillons zu erweitern. Ein inhaltliches Konzept für die neue Schule hat der zehnköpfige CDU-Arbeirtskreis, zu dem vier Lehrer gehören, aber bereits entwickelt.

Als Profilschule bezeichnet die CDU ihr Modell, das aber der Sekundarschule entspricht. So sollen alle Kinder und Jugendlichen, egal ob hochbegabt oder behindert, normal begabt oder spätentwickelt, nach ihren Talenten gemäßen Profilen gefördert werden. Dazu stellt sich der Arbeitskreis die Profile 1.) Fremsprachen, 2.) Mathematik, Naturwissenschaften, Informationstechnik, 3.) Praxisorientierung, 4.) Kommunikation vor. Besonders wichtig sei dabei eine kontinuierliche Schullaufbahnberatung, wie sie die Hauptschule bereits biete, betont Löchelt und fügt hinzu: Die Profil-oder Sekundarschule solle die bisherigen Stärken der Realschule und Hauptschule aufgreifen und in sich vereinen.

Ganz entscheidend sei für das Gelingen dieser neuen Schule eine sehr gute Lehrerausstattung mit Persönlichkeiten, die sich gestaltend engagieren wollen. Ebenso wichtig sei aber auch die konsequente Einbindung des Ehrenamtes, um den vom Gesetzgeber auch vorgeschriebenen Ganztagsbetrieb der Sekundarschule zu ermöglichen. "Wir brauchen dafür ein Unterstützersystem und werden dazu an die Öffentlichkeit appellieren", kündigt Löchelt an.

(RP)
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