Wermelskirchen: Busschüler müssen an der Rattenburg aussteigen

Wermelskirchen : Busschüler müssen an der Rattenburg aussteigen

Große Aufregung unter Eltern, deren Kinder mit dem Stadtwerke-Bus von Wermelskirchen zur Waldorfschule und zur Sophie-Scholl-Schule gefahren werden. Rene Essel berichtet: "Am 7. Juni hat ein Busfahrer der Stadtwerke Remscheid 25 Schulkinder im Bereich Rattenburg aus dem Bus steigen lassen und ist davon gefahren. Der Bus konnte wohl wegen eines Unfalls in Bergisch Born nicht die geplante Strecke bis nach Remscheid fahren. Die Kinder haben über Handy die Eltern angerufen. Diese haben die Kinder dann eingesammelt. Hat der Busfahrer nicht eine Aufsichtspflicht?"

Die Stadtwerke, das ergab die BM-Recherche, schildern das Geschehene so: Der Bus fährt vom Busbahnhof Wermelskirchen über Bergisch Born nach Remscheid und er befördert Schüler der Waldorfschule (Bergisch Born) und der Sophie Scholl Schule (Remscheid). "Der Fahrer erhielt am Busbahnhof in Wermelskirchen die Nachricht, dass er durch einen Unfall nicht durch Bergisch Born fahren kann", sagt Fahrdienstleiter Christian Johannsen von den Verkehrsbetrieben. "Darüber hat er die Schüler informiert. Schüler der Waldorfschule fahren bis Rattenburg und gehen dann über die Trasse zu Fuß zur Schule. Schüler der Sophie-Scholl- Schule sollten einen anderen Bus nehmen, der über die Strecke Remscheider Talsperre fährt." Offenbar haben das nicht alle Schüler mitbekommen oder verstanden, sagt der Fahrdienstleiter.

Der Busfahrer könne natürlich auch nicht wissen, welche Schüler zu welcher Schule gehören. "So sind dann auch Schüler, die zur Sophie-Scholl-Schule müssen, an der Rattenburg ausgestiegen", erklärt Johannsen. Da standen sie dann natürlich ziemlich allein und hilflos. "Ich habe nach den ersten Beschwerden sofort mit dem Fahrer gesprochen. Zufällig waren auch zwei Ausweisprüfer im Bus, die mir die Version des Fahrers bestätigt haben", sagt Johannsen. Von "Rauswerfen" könne also keine Rede sein.

(wsb)