Wermelskirchen Busbahnhof – Mittel für Umbau noch nicht bewilligt

Wermelskirchen · Erst nach Erhalt des Förderbescheids kann die Ausschreibung erfolgen. Baubeginn ist frühestens im Frühjahr 2014.

 So könnte der neue Busbahnhof aus Blickrichtung der Thomas-Mann-Straße nach dem Umbau aussehen.

So könnte der neue Busbahnhof aus Blickrichtung der Thomas-Mann-Straße nach dem Umbau aussehen.

Foto: Ingenieurbüro Johannes Klee

Der Umbau des Busbahnhofs zieht sich weiter hin. Die Planung der Stadtverwaltung steht zwar, alle Anträge wurden gestellt, der Umbau kann aber trotzdem noch nicht beginnen. Der Grund für die weitere Verzögerung: Die Stadt wartet immer noch auf die Bewilligung der Fördermittel durch die Bezirksregierung. Das bestätigte Bürgermeister Eric Weik gestern auf Anfrage.

Er hoffe, den Förderbescheid so schnell wie möglich zu erhalten. "Dann können wir alles vorbereiten, und im Frühjahr 2014 könnten die Bauarbeiten beginnen", sagte Weik. Es sei wichtig, die Mittel noch in diesem Jahr zu bekommen, "sonst müssen wir im kommenden Jahr die Fördermittel neu beantragen", sagte Weik.

Erst nach dem Erhalt des Förderbescheids kann die Ausschreibung erfolgen. Der Umbau ist notwendig, denn sowohl der Busbahnhof als auch die angrenzenden Straßen sind den steigenden Verkehrsbedürfnissen nicht mehr gewachsen. Weder die Bahnhof- noch die Pfarrstraße oder die Thomas-Mann-Straße entsprechen den aktuellen Verkehrsansprüchen. Der Ausbaustand entspricht den 60er Jahren. Auch die Nebenanlagen sind in einem schlechten Zustand.

Die Zuweisung der Fördergelder gestaltet sich schwierig, weil nicht nur der Bahnhof, sondern auch das Straßennetz saniert werden muss — dafür erhält die Stadt Geld aus zwei verschiedenen Fördertöpfen. Beide Fördergeber müssen sich abstimmen und genau prüfen, wo die Grenzen der Fördermittel sind und wer demnach zuständig ist.

Entstehen soll ein moderner Busbahnhof, der vor allem auf die Bedürfnisse von Geh- und Sehbehinderten und von Rollstuhlfahrern zugeschnitten ist. So wird zum Beispiel eine akustische Anlage für Fahrgäste mit einer Sehbehinderung installiert, außerdem gibt es eine Art Tafel, an der blinde Fahrgäste ertasten können, auf welchem Bahnsteig ihr Bus abfährt. Jürgen Löhmer freut dies ganz besonders.

"Es ist gut, dass der Kostenträger verstärkt auf solche Dinge achtet. Dieses Umdenken ist toll", sagte Löhmer, der gestern die Mitglieder des Beirates für Menschen mit Behinderung über den Sachstand informierte.

(RP)
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