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Brennende Blumenkübel sorgen in Wermelskirchen für Feuerwehr-Einsätze

Feuerwehr-Einsätze in Wermelskirchen : Blumenkübel sorgen für Einsätze

Zweimal musste die Feuerwehr ausrücken, weil Blumenkästen Feuer gefangen hatten. Notrufe von aufmerksamen Nachbarn verhinderten Schlimmeres an der Telegrafenstraße und in Tente.

Für einen Moment hatten die Fußgänger in der Telegrafenstraße das Gefühl, direkt neben der Feuerwehrwache zu stehen. Denn gegen 17 Uhr rasten am Dienstag drei Löschzüge durch die Innenstadt zum Haus der Diakonie. Dort hatte ein Blumenkübel, der auf dem Balkon einer nicht bewohnten Wohnung stand, Feuer gefangen.

Mit Atemschutzgeräten ausgestattet sicherten die ersten Feuerwehrmänner die Wohnung. „Die Ausrüstung gehört zum Standard, weil man nie weiß, was bei einem Brand auf uns zukommt“, erklärt Ingo Mueller, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Wermelskirchen. In diesem Fall war die Vorsichtsmaßnahme tatsächlich angebracht, „weil die Wohnung sehr verqualmt war. Aber wir konnten den Brand schnell lokalisieren und löschen.“

Dass überhaupt jemand das Feuer in der leerstehenden Wohnung bemerkt hat, habe an den aufmerksamen Nachbarn in der Kölner Straße gelegen. „Sie haben uns sofort informiert und dafür nochmals vielen Dank, weil wir so schnell da waren und Schlimmeres verhindern konnten“, so Mueller.

Dass es irgendwo brennen muss, war den Anrufern klar, die die Feuerwehr in der Nacht auf Mittwoch um 1.26 Uhr alarmierten. Und auch die Feuerwehrleute vor Ort konnten den Brandgeruch wahrnehmen. Aber: „Es hat länger gedauert, den Brandherd zu lokalisieren, als das Feuer tatsächlich zu löschen“, erzählt Mueller von dem nächtlichen Einsatz. In Tente hatte ein Blumenkübel Feuer gefangen, in dem offenbar jemand eine Zigarette ausgedrückt hatte.

„Das kann bei diesen Temperaturen sehr schnell gehen“, warnt der stellvertretende Feuerwehr-Chef. „Wenn die Kübel nicht gut durchfeuchtet sind und dann vielleicht auch noch Torf in der Erde ist, kokelt es zunächst – und dann brennt es.“ Auch das Feuer im Blumenkasten der Diakonie könnte so ausgelöst worden sein. Die genaue Brandursache ist allerdings unklar.

Dass die Feuerwehr auch am Mittwoch wieder mit Löschzügen in der Telegrafenstraße und parallel auch im Haus Vogelsang anrücken musste, lag an einem Rauchmelder im Gebäude, in dem sich auch die Bäckerei Bauer befindet. „Der Rauchmelder ist mit der Feuerwache gekoppelt. Und wenn der auslöst, rücken wir natürlich aus“, so Mueller. Offenbar hatten Kochausdünstungen den Alarm verursacht.

Im Haus Vogelsang hingegen fanden Wartungsarbeiten an der Brandmeldeanlage statt, die den Alarm auslösten. „Wir mussten kein Feuer löschen. Das ist gut, weil es dann den Menschen gut geht“, so Ingo Mueller.