Wermelskirchen: Breitbandausbau schreitet voran

Wermelskirchen : Breitbandausbau schreitet voran

Im Kreishaus wird gejubelt: Weitere 1,9 Millionen Euro stehen dem Rheinisch-Bergischen Kreis für die Verbesserung des Breitbandausbaus zur Verfügung. Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke und Kreisdirektor Dr. Erik Werdel nahmen jetzt den Zuwendungsbescheid in Düsseldorf entgegen. Ziel ist laut Tebroke eine schnellere Internetanbindung via Glasfaser. Und zwar in den Bereichen, die für die Telekom nicht mehr wirtschaftlich sind.

Was Wermelskirchen von dem Geld sieht, ist noch nicht klar. Kreissprecherin Hannah Weißgerber: "Wir beginnen mit dem Ausschreibungsverfahren und rechnen damit, Ende des Jahres mit dem Ausbau zu beginnen." Wobei der Rheinisch-Bergische Kreis in zwei Gebiete unterteilt ist - Wermelskirchen muss sich das Geld mit Odenthal, Overath und Kürten teilen.

Ziel ist, unterversorgte Siedlungsbereiche sowie Gewerbegebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen auszubauen, teilte der Kreis im April mit. Damals gab es einen Förderbescheid über zwei Millionen Euro vom Bund für den Kreis. Damit stehen insgesamt vier Millionen Euro zur Verfügung.

Aktuell, so Werdel, können laut Breitbandatlas des Bundes in 65 Prozent des Kreisgebietes Daten mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s heruntergeladen werden. Für die übrigen Bereiche werde mit Hilfe des Förderprogramms ebenfalls eine leistungsfähige Internetversorgung geschaffen.

Nicht ganz einhalten kann die Telekom ihre im Mai gemachte Ankündigung, dass ab August die Ausbaugebiete veröffentlicht werden. Florian Leßke (Amt für Stadtentwicklung): "Es wird fleißig gearbeitet. Vieles sieht man nicht." Straßen müssten nicht immer aufgerissen werden: "Leerrohre werden genutzt oder alte Kupferkabel durch Glasfaser ersetzt." Die Bekanntgabe erfolge erst, wenn das Netz sicher stehe.

Nach Information der Telekom soll laut Leßke Dhünn im Oktober ans neue Netz gehen, Wermelskirchen vor dem Jahreswechsel und Dabringhausen um den Jahreswechsel herum. 13.500 Haushalte bekommen dann schnellere Internetanschlüsse bis zu 100 Mbit/s.

(RP)
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