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Bpule-Wettkampf um den Dellmann-Cup in Wermelskirchen

Dellmann-Cup in Wermelskirchen : Nur das Klacken der Kugeln ist als Geräuschkulisse erlaubt

Bis zum Schluss hatten die Boulefreunde Wermelskirchen um die Ausrichtung ihres Wettkampfs gebangt.Unter Corona-Auflagen traten jetzt 40 hochkarätige Teams auf dem Schwanenplatz an, um den Dellmann-Cup zu gewinnen.

Auf dem Schwanenplatz wird an diesem Samstagmittag nicht viel gesprochen. Konzentriert blicken die Boule-Spieler auf die Kugeln. Wer ihre Konzentration unterbricht, muss mit Spielstrafen rechnen. Nur das leise Klacken der Kugeln ist zu hören, wenn sie die Exemplare der Gegner aus dem Weg räumen. Zehn Teams spielen auf dem Schwanenplatz um den Dellmann-Cup, auf dem Ascheplatz hinter der Schwanenschule treten zehn weitere Teams an. Bis zum Schluss hatten die Boulefreunde Wermelskirchen um die Ausrichtung ihres Wettkampfs gebangt. „Wir haben vor Wochen ein Hygienekonzept eingereicht und die entsprechenden Genehmigungen erhalten“, erzählt Matthias Pahl.

Weil der französische Sport ohne Kontakt auskommt, die Teams nur aus zwei Mitgliedern bestehen und unter freiem Himmel gespielt wird, hatte das Gesundheitsamt keine Einwände. Nur auf das Catering musste der Verein verzichten – und damit auf die Einnahmen. „Aber uns war es trotzdem wichtig, den zehnten Dellmann-Cup auszurichten“, sagt Marcel Moule vom Verein. Die Begeisterung bei den Boule-Spielern in ganz NRW war groß. Der Liga-Betrieb ruht weiterhin, umso beliebter sind die Wettkämpfe der Vereine. „Das Interesse war so groß, wir hätten doppelt so viel Teams annehmen können“, so Pahl. Aber laut Hygienekonzept waren bis zu 40 Mannschaften vorgesehen. Die treten am Samstag – mit dem gebotenen Abstand zum Gegner – schließlich zum Spiel um den Dellmann-Cup an.

Dazu gehören Deutsche Meister genauso wie Anfänger, hochrangige Liga-Spieler genauso wie Hobby-Teams. Statt ihre Plätze in den Pausen am Rande der Boule-Bahnen zu beziehen, schlagen die Teilnehmer ihre Campingstühle auf dem Schwanenplatz auf, ihre Verpflegung haben sie mitgebracht.

Auf die Ausrichtung der Stadtmeisterschaften am Sonntag verzichtete der Verein „Boulefreunde“ in diesem Jahr. Hatten in der Vergangenheit am zweiten Wettkampftag viele Wermelskirchener ihr Glück versucht und so häufig auch den Kontakt zum Verein geschlossen, blieb es am Sonntag auf dem Schwanenplatz ruhig. „Der zweite Tag war immer eine gesellige Angelegenheit, bei der es vor allem um Spaß ging“, erinnert Pahl. Der Vorstand habe beschlossen, dass eine Ausrichtung in Corona-Zeiten nicht machbar sei – anders als beim Wettkampf am Samstag, bei dem die sportlichen Herausforderungen im Vordergrund standen. Am Ende gewannen Marco Lonken (Düsseldorf) und Sascha Scheib (Köln) als Team die meisten ihrer fünf Spiele und nahmen den Dellmann-Cup mit nach Hause.