Wermelskirchen: Boule-Meisterschaft bei mediterranem Klima

Wermelskirchen : Boule-Meisterschaft bei mediterranem Klima

Zum Schluss war es ein packendes, spannendes Finale, das zum Ende hin unter dem Applaus der anderen Teilnehmer zwischen den "Golden Girls" und dem Team der Stadtsparkasse Wermelskirchen ausgetragen wurde.

Zum zehnten Mal ging es auf dem Schwanenplatz um die Boule-Stadtmeisterschaft, ausgerichtet vom Wermelskirchener Boulefreunde-Verein. Im Endspiel holten die "Golden Girls" einen deutlichen Rückstand noch auf und siegten schließlich mit 13 zu 9 Punkten.

Traditionell waren bei den Stadtmeisterschaften nur Hobbyspieler aus Wermelskirchen zugelassen. Die Lizenzspieler fochten tags zuvor das achte Turnier um den Dellmann-Cup aus, der an Adama Nana und Andreas Meyer aus Köln ging. Bei mediterranen Temperaturen und strahlender Sonne hatten beide Turniertage passendes Wetter - schließlich ist Boule gerade im Mittelmeerraum eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Sandra Pahl, die mit ihrem Mann Matthias das Turnier gründete und inzwischen zum Vorstand der Boulefreunde gehört, genoss einen Schattenplatz unter einem der aufgebauten Pavillons: "Im vergangenen Jahr war es beim Turnier kalt und regnerisch - das war ätzend. In diesem Jahr ist es hervorragend, wir haben sogar eine Gartendusche zur Abkühlung hier."

Die Jubiläums-Stadtmeisterschaft fochten 18 Teams mit jeweils drei Spielern aus - zuerst in zwei Runden zur Qualifikation, danach in Achtel-, Viertel- und Halbfinale sowie Endspiel. In Letzterem standen sich Dirk Hellhammer, Jürgen Hager und Patrick Boeslau von der Stadtsparkasse sowie Ines, Dietmar und Jutta Paulig (sie löste nach den Vorrundenspielen Alessa Scheidler ab) gegenüber. Jüngster Turnierteilnehmer mit sieben Jahren war Luca Janosi, der mit seinen Eltern Stefan Janosi und Bibiana Corrado das Team "Hope" bildete. Mit den "Gelben Tulpen" ging Silas Weik an den Start: Der heute 13-Jährige verpasste keine der zehn Stadtmeisterschaften, spielte die Premiere bereits als Dreijähriger mit. Diese Erfahrung zahlte sich aus, denn die "Gelben Tulpen" sicherten sich den dritten Rang. "Es gibt neue Teilnehmer und viele Leute, die von Anfang an dabei sind. So ist die Stadtmeisterschaft immer wie ein schönes Familientreffen", kommentierte Pahl.

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Weniger schön fanden Matthias und Sandra Pahl, dass in zwei Nächten mutwillig die Boule-Bahnen zerstört wurden. Dazu hatten die Veranstalter zur Markierung mittels komplett im Boden versenkter Nägel Schnüre auf die Erde fixiert - also keine Gefahr für Fußgänger. "Leider haben wir vormittags die Schnüre aus dem Boden gerissen, zerrissen und um die Bäume gewickelt vorgefunden. Das kostet Zeit und Nerven", schüttelte Sandra Pahl den Kopf. Und ihr Mann ergänzte ironisch: "Wer unbedingt solche Nägel braucht, muss die doch nicht aus dem Boden ziehen. Derjenige kann mich doch fragen."

(sng)
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