Wermelskirchen: Bleek und sein Papp-Doppelgänger

Wermelskirchen: Bleek und sein Papp-Doppelgänger

Der Kunstrasenplatz-Bau war zentrales Thema beim Weihnachtsschoppen.

Wenn der Sportverein TuRa Pohlhausen zum Weihnachtsschoppen einlädt, erscheint Bürgermeister Rainer Bleek gleich zwei Mal. Das hat nichts mit übermäßigem Alkoholkonsum zu tun. Seit seiner Wahl zum Bürgermeister gehört eine fast lebensgroße Papp-Aufsteller-Figur mit einem Foto von Rainer Bleek zu den Gästen bei dem traditionellen Umtrunk des Vereins am zweiten Weihnachtsfeiertag. Den Aufsteller rettete TuRa-Geschäftsführer aus dem Fundus des Wahlkampfmaterials. Er setzt der Figur zum Schoppen obendrein zur Erheiterung der Besucher eine Weihnachtsmütze auf.

Der erste Bürger Wermelskirchens ist dem Verein eng verbunden, spielte einst selbst im TuRa-Trikot Fußball. Natürlich wird er als Bürgermeister umso mehr auf das prägende Sportthema des Jahres angesprochen - die Kunstrasenplätze. "Das geschieht aber in harmonischer und freundschaftlicher Atmosphäre. Die Entscheidung für einen Kunstrasenplatz in Dabringhausen haben alle Beteiligten in Wermelskirchen nach vorheriger Abstimmung einvernehmlich getroffen. Da gibt es kein böses Blut", berichtet Dirk Hohlmann. Er freue sich, dass Bleek nach wie vor Interesse an seinem Heimatclub in Pohlhausen zeige. Der TuRa-Geschäftsführer lacht: "Scherzhaft wollte schon mal der eine oder andere mit Dartpfeilen auf die Figur werfen".

Rainer Bleek sieht Chancen für die Verbesserung der Platzverhältnisse für die Kicker in Wermelskirchen: "Die sogenannte 'grüne Asche' könnte eine echte Alternative auch für Pohlhausen sein. Vor allem müssen wir dabei den im Vergleich zu einem Aschenplatz erhöhten Wasserbedarf im Auge behalten. Wir haben uns gerade einen Platz mit 'grüner Asche' in Bechen angesehen - und der sah echt gut aus."

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Für Hohlmann und den rund 300 Mitglieder starken Verein drängt das Thema: "Gerade im Jugendbereich entscheiden sich Sportler je nach Platzbeschaffenheit für oder gegen einen Verein. Und der Kunstrasenplatz von TuRa-Süd in Remscheid liegt nahe. Wir müssen auf die Jugend achten und in diesem Bereich auch nachlegen." Gleiches gelte für die Belebung des Vereinsheims am "Silberberg": "Ich beobachte, dass viele junge Familien nach Pohlhausen ziehen - die wollen wir natürlich als Mitglieder gewinnen und binden."

Der Weihnachtsschoppen von TuRa Pohlhausen hat eine lange Tradition. "Ich weiß gar nicht genau, wie lange. Bestimmt schon seit dem Bau des Vereinsheims. Und das gibt es seit Ende der 1970er Jahre", blickt Hohlmann zurück.

(sng)
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