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Wermelskirchen: Bis 22 Uhr einkaufen

Wermelskirchen : Bis 22 Uhr einkaufen

Der Kaufpark öffnet ab März bis 22 Uhr. Gute Erfahrungen macht Toom schon seit etwa zwei Jahren mit diesen langen Öffnungszeiten. Der Landtag NRW will die liberalen Öffnungszeiten möglicherweise wieder abschaffen.

Abends länger einkaufen, das können die Wermelskirchener ab dem 5. März auch im Kaufpark an der Kölner Straße. Das Geschäft wird dann montags bis samstags sogar bis 22 Uhr geöffnet haben. Nach Informationen der Kaufpark-Zentrale in Hagen werden ab März alle 125 Kaufpark- und die zehn Nahkauf-Filialen in Nordrhein-Westfalen bis 22 Uhr geöffnet. Dazu sollen auch vor Ort neue, zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden.

Neben dem Toom-Markt, der seit etwa zwei Jahren ebenfalls bis 22 Uhr geöffnet hat, wäre der Kaufpark dann ein weiteres Lebensmittelgeschäft mit Spätöffnungszeit in der Stadt. Gegen diese Spätöffnungszeiten regt sich andererseits aber der Protest im Landtag NRW. Dort wird, wie unsere Zeitung berichtete, zurzeit darüber debattiert, die Liberalisierung der Öffnungszeiten für die Abendstunden und Sonntage zumindest teilweise wieder zurückzunehmen.

Rewe-Group gegen Veränderung

Gegen eine derartige Veränderung haben sich bereits Einzelhandelsverbände und auch die Industrie- und Handelskammer Köln (IHK) ausgesprochen. Die IHK hat sich in einem Brief an die Landtagsabgeordneten gegen die Einschränkung von Ladenöffnungszeiten gewehrt. Die Rewe-Group, die auch den Wermelskirchener Toom-Markt betreibt, will ebenfalls an den bisherigen, liberalen Öffnungszeiten festhalten — das betont Konzernsprecher Martin Brüning auf Anfrage der BM. Der Bedarf der Kunden nach Spätöffnungszeiten sei nachweislich vorhanden und werde auch in allen Geschäften ermittelt. Es gibt NRW-weit 5700 Rewe-, Penny- und Toom-Märkte: "Wir machen in unseren Geschäften zwischen 20 und 24 Uhr immerhin 13 Prozent des Wochenumsatzes", berichtet Brüning auch über die Toom- und Rewe-Märkte im Bergischen Land.

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So habe beispielsweise ein Markt in Lennep sogar bis 24 Uhr geöffnet: Es gebe zwar Unterschiede in der Kundennachfrage zwischen Großstädten und dem ländlichen Raum. Aber die Spätzeiten würden auch im ländlichen Raum von einem breiten Kreis der Bevölkerung genutzt, da sie ihren Arbeitszeiten entgegen kämen: "Es gibt mittlerweile auch viele Berufstätige, die ihren Wocheneinkauf vom Samstag auf den Donnerstagabend verlegt haben, weil sie den Samstag dann ganz für ihre Freizeit haben und donnerstags ruhiger einkaufen können", berichtet der Sprecher der Rewe-Group und zieht das Fazit: "Wir sind gegen eine Veränderung der Spätöffnungszeiten an Werktagen."

Die Spätzeiten lohnen sich noch

Der Toom-Markt an der Viktoriastraße hat vor etwa zwei Jahren die Werktagsöffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr eingeführt und soll sie auch beibehalten, wie von dort zu erfahren war. Die im Viertelstundentakt ermittelte Kundenfrequenz zeige, dass sich auch die Spätzeiten vom Umsatz her noch lohnten. So würden bis etwa 19 Uhr etwa 120 Kunden von 20 bis 22 Uhr immer noch etwa 70 Kunden jeweils im Viertelstundentakt an den Kassen registriert, heißt es aus dem Toom-Markt.

(RP)