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Wermelskirchen: Bezirk Tente sagt Helfern Danke

Wermelskirchen : Bezirk Tente sagt Helfern Danke

Es sind weit über 100 Personen, die sich im evangelischen Kirchengemeindebezirk Tente ehrenamtlich engagieren. "Ich hatte das gar nicht so präsent, was die alles machen", sagte Christoph Fischer, Vorsitzender des Fördervereins, nach dem Gottesdienst. Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski hatte die ehrenamtliche Arbeit in ihre Predigt eingebaut. "Die Hilfe und Unterstützung ist so vielfältig, dass ich möglicherweise in meiner Liste noch etwas vergessen habe", sagte die Pfarrerin.

Es sind weit über 100 Personen, die sich im evangelischen Kirchengemeindebezirk Tente ehrenamtlich engagieren.

"Ich hatte das gar nicht so präsent, was die alles machen", sagte Christoph Fischer, Vorsitzender des Fördervereins, nach dem Gottesdienst. Pfarrerin Sabrina Frackenpohl-Koberski hatte die ehrenamtliche Arbeit in ihre Predigt eingebaut. "Die Hilfe und Unterstützung ist so vielfältig, dass ich möglicherweise in meiner Liste noch etwas vergessen habe", sagte die Pfarrerin.

Bei der Kinderbetreuung, im Konfirmandenunterricht, in der Jugendarbeit, bei Freizeiten, im Männer-, Frauen- und Mütterkreis, in der Seniorenarbeit - überall wird ehrenamtlich geholfen. Dazu kommen noch die vielen kleinen, praktischen Dinge: Blumenschmuck, Tische decken, Abwasch, Küchenarbeit und Gartenpflege.

Viele sind in der Organisation tätig, helfen beim Gemeindebrief, sammeln Spenden und "machen und tun ohne Ende", wie es Fischer benennt. Und noch während der Gottesdienst stattfand, hatten bereits viele fleißige Hände Vorbereitungen für das Grillfest getroffen.

Die Tische im Gemeindehaus waren gedeckt und zu jedem Platz gehörte ein "Null-Euro-Schein". Dieser Geldschein stand symbolisch für die ehrenamtliche Hilfe. "Die wichtigsten Dinge im Leben sind umsonst", war darauf zu lesen. "Die Hilfe ist unbezahlbar und deshalb gibt es auch nichts dafür", ist ein leicht ironischer Spruch, der das Ehrenamt beschreibt.

Doch viele finden in einem Ehrenamt auch eine persönliche Erfüllung. Wolfram Wendland (42) ist nach der Konfirmation in die Gemeindearbeit eingestiegen. "Beim Kindergottesdienst habe ich geholfen, dann im Posaunenchor, dann im Presbyterium, wo ich auch fünf Jahre Vorsitzender war", sagte Wendland. Er ist aktiv im Bauausschuss, im Strukturausschuss und engagiert sich bei der Diakonie und in der Seniorenarbeit.

Für ihn gab es stellvertretend Glückwünsche von Stefan Klein, dem Vorsitzenden des Bezirks. "Gerade in der Zeit, als die Pfarrstelle unbesetzt war, hat Wolfgang Wendland die Stellung gehalten, hat sich zeitlich und auch inhaltlich unglaublich in die Gemeindearbeit eingebracht", sagte Klein.

Wendland sah es gelassen. "Die Kirchenordnung nennt die hauptamtlichen Stellen, wie Pfarrer, Küster, Organist und die Fachkräfte für Kinder- und Jugendarbeit. Der Rest muss aus der Gemeinde kommen. Denn nur durch dieses Einbringen und Mitmachen entsteht eine lebendige und aktive christliche Gemeinschaft",sagte Wendland.

Ohne die unzähligen Bürger, die sich in Gemeinden, in Kultur, Sport oder in sozialen Bereichen ehrenamtlich engagieren, könnte eine Stadt gar nicht existieren, wurde gestern auch wieder in Tente deutlich.

(wsb)