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Wermelskirchen: Besucherströme zieht es zu den "Tanz in den Mai"-Partys

Wermelskirchen : Besucherströme zieht es zu den "Tanz in den Mai"-Partys

Der Brückentag und die damit verbundene Möglichkeit, ein langes Wochenende an der Küste oder in den Bergen zu verbringen, schlug sich nicht dramatisch auf die "Tanz in den Mai"-Partys in der Stadt nieder. Die Veranstalter konnten sich alle über regen Zulauf feierwütiger Gäste freuen. Mit knapp 800 Besuchern schoss Veranstalter Chris Steinke im Bürgerzentrum mit der Veranstaltung mit den meisten Gästen den Vogel ab.

In einem Ratssaal als Discoclub feierten in erste Linie junge Erwachsene - die U30-Generation. Sozusagen deren Eltern, die Ü30- und Ü40-Jahrgänge, zog es in die Gaststätte Centrale und in das Landhaus Spatzenhof. Im Bahndamm wurden zwischenzeitlich sogar Gäste an der Tür abgewiesen: "Wir sind voll", hieß es von den Betreibern des Autonomen Jugendzentrums an der Wolfhagener Straße.

Im idyllischen Süppelbach veranstaltete der Spatzenhof erstmals eine öffentliche "Tanz in den Mai"-Feier. Ein einladendes Lagerfeuer in einer Feuerschale empfing die Gäste im Eingangsbereich - eine gastfreundliche Geste in der Walpurgisnacht, in der böiger Wind und frische Temperaturen den Aufenthalt unter freiem Himmel zu einem unangenehmen Unterfangen machten. In der Spatzenhof-Scheune ging es hingegen eher schweißtreibend zu, denn die etwa 250 Besucher präsentierten sich sehr tanzfreudig: Besonders die Foxtrott- Schrittfolgen konnte offensichtlich jeder, Discofox-Klassiker wie "I will survive" oder "What is love" sorgten für reichlich Schwung. Im wabernden Kunstnebel fand die hauseigene Laserlichtshow eine augenfällige Projektionsfläche.

Einen besonderen Abend erlebte Jürgen Marzke im Spatzenhof: Er feierte dort mit 20 Freunden seinen 50. Geburtstag - für die Fahrt vom heimischen Hückeswagen nach Wermelskirchen spendierte die Clique dem Geburtskind eine Stretchlimousine. "Wir haben uns nach einer Partylocation umgeschaut, die zum Tanz in den Mai unser Ziel sein sollte. Die Entscheidung fiel dann für den Spatzenhof - das ist eine neue Location mit schönem, edlerem Ambiente. Wir tanzen, trinken und essen hier", sagte Anke Drosten-Fricke, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Jörg Fricke sowie Ralf Feldhagen, Ina Sachser, Michael Schüßler und Ronny Schanze die Tour organisiert hatte.

Um kurz vor Mitternacht mussten die Besucher der "Tanz in den Mai"-Party im Bürgerzentrum ein wenig Geduld mitbringen: Beim Einlass bildete sich eine Schlange, 20 Minuten Wartezeit bis zum Eintritt galt es in Kauf zu nehmen. Stampfend-treibende und wummernde Bass-Rhythmen moderner HipHop- und House-Klänge zog die feierende Schar auf die Tanzfläche im Ratssaal - allerdings nicht im paarweise Foxtrott-"Schränkeschieben", sondern eher im ausgelassenen Einzeltanz.

Matthias Mannheim freute sich um 1 Uhr bei der Verlosungsaktion, die Chris Steinke unter den Inhabern eines Tickets aus dem Vorverkauf durchführte, über ein Zehn-Liter-Fass Kölsch. "Ich selber kann gar nichts davon trinken, aber die zehn Leute, mit denen ich hier bin, kriegen das schon leer", sagte der Gewinner: "Die Party ist klasse." Der 18-Jährige hatte sich in der Nacht als Fahrer zur Verfügung gestellt, denn nach der Leerung des Fasses wollten die Männer noch sieben Mai-Bäume an die Haustüren ihrer Angebeteten stellen. Obwohl er die "magische Messlatte" von 1000 Besuchern nicht knacken konnte, zeigte sich Steinke entspannt: "Ich bin zufrieden. Es war eine tolle Party ohne Zwischenfälle."

(sng)