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Wermelskirchen: Besinnliche Stimmung beim Weihnachtssingen in Dhünn

Wermelskirchen : Besinnliche Stimmung beim Weihnachtssingen in Dhünn

Männergesangverein, Quartettverein Grünenbäumchen und Posaunenchor Dhünn sorgen für ein beeindruckendes Konzert in der Kirche.

Wenn die Kirche in Dhünn zum Vierten Advent aus allen Nähten platzt, dann weiß jeder: Der Männergesangverein veranstaltet sein Weihnachtskonzert. 2016 zum 39. Mal. "Zweimal ist es wegen heftigen Schneefalls ausgefallen", sagte der Vorsitzende Wolfgang Weber. Seit sechs Jahren trete der MGV zusammen mit den Sangesbrüdern des Quartettvereins "Blüh Auf" aus Grünenbäumchen auf. Diese Kooperation habe sich bestens bewährt. Weber begrüßte außerdem den Posaunenchor Dhünn unter Leitung von Horst Schönherr. Nach einem gemeinsamen Entrée "Tochter Zion" legte sich unter der Leitung des Dirigenten Jürgen Kohlgrüber eine weihnachtliche, besinnliche Stimmung besonders ab dem zweiten Lied des Chores über die Gemüter der Besucher. Sie lauschten ergriffen, als der Chor eindringlich, fast beschwörend den Wunsch der Menschheit nach Frieden in diesem Lied zum Ausdruck brachte. Ginge es allein nach diesem Chorgesang, der Frieden wäre nicht mehr weit.

Wolfgang Weber zeigte als Solist im Lied "Wenn ich ein Glöcklein wär" mit seinem "Ave Maria", dass er nicht nur gut reden, sondern auch hervorragend singen kann. Natürlich dürfen am Ende des Jahres in solch einem Konzert die Ehrungen verdienter Mitglieder nicht fehlen. Christian Plank, der zweite Vorsitzende des Chorverbandes Bergisch Land Remscheid, ehrte mit der Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes für langjähriges Singen im Chor Egon Isenberg (60 Jahre) und Ernst Mans (50 Jahre). Für zehn Jahre Singen im MGV heftete Weber die bronzene Nadel des Vereins an Werner Schuys Brust. Plank beendete seine Laudatio mit einem Shakespeare-Zitat: "Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter!"

Das ließ sich der Posaunenchor nicht zweimal sagen. Gut besetzt auch mit "jungen Leuten" (Schönherr) legte er los mit "Jingle Bells" und mit einem Medley gängiger Weihnachtslieder, die die Besucher erraten konnten. Es fiel nicht schwer: Lieder wie "Kling Glöckchen kling", "Stille Nacht" und "O Tannenbaum" bekommen die Leute mit der Muttermilch verabreicht. Dazu passte die Andacht von Pastor Reinald Rüsing mit der Antwort auf die selbst gestellte Frage: "Muss Weihnachten sein?" Ja, sagte er. Es sei ein Licht der Hoffnung im Dunkeln. Martin Storbeck (Orgel, Klavier) leitete über zum zweiten Teil des Konzertes. Posaunenchor und MGV folgten mit klassischen Weihnachtsliedern bis nach einem beeindruckenden "Weiße Weihnacht", zur Klavierbegleitung gesungen von Jürgen Kohlgrüber, "O du fröhliche" als gemeinsamer Ausklang die Kirche erfüllte.

(bege)