Wermelskirchen: Bergische Jecken stimmen sich auf die tollen Tage ein

Wermelskirchen: Bergische Jecken stimmen sich auf die tollen Tage ein

Kaum war der Startschuss zur "Warm-up-Party" am Samstagabend gefallen, wurde es in der "Centrale" richtig voll. Rund 300 Jecken wollten sich auf den Höhepunkt der Session in der nächsten Woche einstimmen und hatten bereits im Vorverkauf bei den Tickets zugeschlagen. "Wir hätten noch 150 Karten mehr verkaufen können", stellte Dirk Götz von der "Centrale" fest. Aber die Kneipe war voll und die Stimmung brodelte. Unverkleidet durfte keiner den Eingang passieren und das nahmen Veranstalter und Gäste ernst: Unzählige originelle Kostüme hatten teilweise zum ersten Mal in diesem Jahr Ausgang, und schienen den Karneval ebenso dringend erwartet zu haben wie ihre Träger.

"Echten kölschen Kneipenkarneval" hatten Matthias und Sandra Pahl angekündigt - und ihr Versprechen auch im siebten Jahr der "Warm-up-Party" gehalten. Von der Bühne aus schickte manch ein musikalischer Gast kölsche Schlager ins Publikum und konnte sich darauf verlassen, dass die Narren einstimmten. Matthias Pahl griff dann und wann zur Trompete, beschwörte kölsches Karnevalsgefühl und brachte die Menge zum Schunkeln. Mal lagen sich die Jecken selig in den Armen und von der Bühne klangen Klüngelköpps "Stääne", dann wieder bebte die Menge und "Viva Colonia" brachte die Besucher zum ausgelassenen Tanzen.

Wenn die Live-Musik vom Band abgelöst wurde, bekamen die Jecken auch mal Unterstützung beim Textlernen: Auf der großen Leinwand tauchten dann Liedzeilen auf und verwandelten die Besucher in einen riesigen Chor. Eine eigens für den Abend zusammengestellte Tanzgarde sorgte auf der Bühne für Unterstützung.

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"Wir wollten schon im Vorfeld von Weiberfastnacht und Rosenmontag echte Karnevalsstimmung nach Wermelskirchen bringen", erklärte Dirk Götz, "auch wenn hier eigentlich keine karnevalistische Hochburg ist." Und der Plan ging auf. Begeisterte Besucher, die den Kneipenkarneval in höchsten Tönen lobten. Fröhliche Jecken, die das Miteinander der Generation in der Kneipe feierten. Frauengrüppchen, Herrenrunden, junges Blut und erfahrene Karnevalisten. Und zwischendurch trafen sich die Narren auf eine Zigarette im Zelt vor der Kneipe, ließen sich ein Abendessen schmecken, bevor sie wieder eintauchten in die feiernde Menge unter den bunten Scheinwerfern.

Später am Abend machte dann das Dawerkuser Dreigestirn Station in Wermelskirchen und heizte den Besuchern ein. Bauer Peter, Prinz André und Jungfrau Heiko bahnten sich einen Weg durch die Feiernden und hatten eigene Karnevalslieder im Gepäck. Und die Tollitäten aus dem Dorf mussten feststellen, dass von Warm-up-Party eigentlich keine Rede sein konnte. Viel heißer kann es im Karneval der nächsten Tage eigentlich nicht mehr werden. Die Wermelskirchener sind bereit.

(resa)