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Wermelskirchen: Bei Kirmes-Regen in Dhünn helfen künftig Pavillonzelte

Wermelskirchen : Bei Kirmes-Regen in Dhünn helfen künftig Pavillonzelte

Aus Frust hatte Frank Jäger im vergangenen Jahr noch in den Raum gestellt, die Kirmes in Dhünn nicht mehr stattfinden zu lassen. Auf der Jahreshauptversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Dhünn im "Jägerhof" schlug der Vorsitzende jetzt versöhnlichere Töne an. Die wichtigste Nachricht dabei: Die Dhünnsche Kirmes findet auch in diesem Jahr am eine Woche vor der Wermelskirchener Kirmes am 18. und 19. August statt. Eines stellte Jäger jedoch klar: "Ein Umzug ist nicht machbar."

2017 war es zwischen dem VVV und der Verwaltung zu Missstimmungen gekommen, denn die Stadt untersagte aus Sicherheitsgründen die Verwendung eines jahrelang genutzten Schwerlast-Fallschirms als Regenschutz und besagten Festumzug. "Die Auflagen sind einfach zu groß. Ich verstehe diese Regelungen nicht, aber keiner kann sie einfach umgehen", sagte Frank Jäger.

Nach Gesprächen mit der Stadt sei die "entstandene Schärfe inzwischen herausgenommen und beigelegt". Was als Highlight am Kirmessonntag nachmittags als Alternative zum Umzug oder Seifenkistenrennen auf dem Programm steht, steht noch nicht fest.

Einen Regenschutz haben die Dhünner Kirmesfreunde allerdings gefunden: Markus Kausemann stellt auf dem Dorfplatz mehrere große Pavillon-Zelte kostenlos bereit, die bei Regen schnell aufgebaut sind und den Besuchern einen Unterschlupf bieten. "So läuft uns bei einem Schauer niemand davon", freute sich Jäger über die Lösung. Zudem sorgt Elektriker Michael Trienenjost, der sich ebenfalls um die Weihnachtsbeleuchtung in Dhünn kümmert, für die Stromversorgung der Kirmesstände. Zur konkreten Vorbereitung der Kirmes findet ein Planungsgespräch mit allen Dhünner Vereinen am 23. Mai statt.

Neben der Kirmesvorbereitung hat sich der 235 Mitglieder starke VVV Dhünn für 2018 einiges vorgenommen. So gilt es die Sitzbänke im Umfeld des Dorfes teils zu reparieren oder um sie herum zu mähen. Außerdem will der VVV zeitnah die zehn Holzblumenkästen an der Kirche neu streichen. Eine Idee von Frank Jäger und Christian Stark fand bei der Versammlung regen Anklang: An öffentlichen Stellen sollen Blühstreifen mit Wildblumen und -kräutern ausgesät werden. "Das sieht nicht nur schön aus, sondern setzt ein Zeichen gegen das Insektensterben", erläuterte Jäger.

Obendrein bemängelt der VVV den unansehnlichen Zustand des städtischen Zauns an der Grundschule. "Vielleicht können VVV und Stadt sich den Anstrich und die Reparatur teilen", bot der VVV-Vorstzende eine zügige Lösung an.

Beim VVV Dhünn standen im vergangenen Jahr knapp 10.000 Euro an Einnahmen aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen sowie der Kirmes gegenüber von gut 11.600 Euro an Ausgaben. Wie Geschäftsführer Axel Eversberg erläuterte, stellte die Kirmes mit rund 50 Prozent den größten "Batzen" bei den Ausgaben (u.a. für Gagen und Technik). Das "Minus" bereitet aber keine Sorge, denn der VVV verfügte zum Jahresende 2017 über ein Guthaben von 11.500 Euro.

(sng)