Wermelskirchen: Baumfällaktionen sorgen für Unmut bei Grünen und Kreis

Wermelskirchen: Baumfällaktionen sorgen für Unmut bei Grünen und Kreis

Die vorige Woche von Straßen.NRW als Straßenbaulastträger angekündigte Fällung von Gefahrenbäumen auch an Landstraßen hat zu einer Verstimmung zwischen Behörden geführt. An sieben Landstraßen fällt der Landesbetrieb seit Montag kranke Bäume; im Rheinisch-Bergischen Kreis etwa 50. An zwei Tagen waren die Straßenwärter schon im Einsatz.

Der Kreis fühlte sich nicht ausreichend informiert; Kreisdezernent Gerhard Wölwer hatte keine aufschiebende Wirkung bei der Behörde erreicht und die Obere Landschaftsbehörde bei der Bezirksregierung Köln eingeschaltet. Laut Kreissprecherin Hannah Weißgerber gibt es aber noch keine Antwort. "Wir hätten uns jedenfalls eine bessere Zusammenarbeit gewünscht." Der Kreis sei auf Nachfrage in der Landesbehörde dann lediglich auf die Zuständigkeit hingewiesen worden.

Ihre Behörde hätte den Kreis frühzeitig über die Baumfällaktion der Gefahrenbäume informiert und dann kurz zum Start noch einmal Kontakt aufgenommen, sagte Sprecherin Sabrina Kieback. Sie machte deutlich, wie wichtig die Fällung sei: Die Standfestigkeit von etlichen Bäumen sei nicht mehr gegeben gewesen, weil sie von Pilzen befallen seien. Die Folge: Lochfraß. Und Eschen würden von der Krone her absterben. "Das Todholz fällt auf die Fahrbahn. Wir aber haben die Verkehrssicherungspflicht."

Die Grünen kritisierten mangelnde Transparenz und fehlendes Augenmaß. Hans-Jürgen Klein: "Was der Landesbetrieb unter Straßensicherungsmaßnahmen versteht, konnte man an der L 157 zwischen Sonne und Finkenholl beobachten. Hier kam es zum Kahlschlag." Stadt, Landschaftsbehörde und Ministerium werden von den Grünen aufgefordert einzuschreiten.

(tei.-)