Bald wieder warmes Essen im Gymnasium Wermelskirchen

In Wermelskirchen : Bald wieder warmes Essen im Gymnasium

Lebenshilfe übernimmt das Catering, zieht sich aber aus dem Cafeteria-Betrieb im Hallenbad zurück.

Seit Anfang des laufenden Schuljahres musste das Gymnasium ohne einen Mensabetrieb auskommen. Nun kann Andreas Voß, Leiter des Amts für Jugend, Bildung und Sport, im Gespräch mit dieser Redaktion positive Nachrichten verkünden: Ab Februar kommenden Jahres wird es wieder, wie zuletzt vor den Sommerferien, eine warme Übermittagsversorgung geben. „Wir freuen uns, mit der Werkstatt Lebenshilfe Bergisches Land einen Caterer gefunden zu haben, der das vorherige Konzept fortführen kann“, teilte der Amtsleiter auf Anfrage weiter mit.

Die Stadt als Schulträger habe den Auftrag in dieser Woche an die Lebenshilfe vergeben, die sich aus dem Cafeteria-Betrieb im Quellenbad zurückziehen werde. Hierdurch seien Kapazitäten für den Mensa- und Cafeteria-Betrieb am Gymnasium freigeworden. Voß zufolge sei auch die Schulleitung erleichtert, „dass die größte Schule vor Ort bald wieder zwei warme Mittagsgerichte zur Auswahl anbieten könne“. Darüber hinaus wird es nach Angaben von Dirk Cremer, Abteilungsleiter Dienstleistung & Produktion bei der Werkstatt Lebenshilfe Bergisches Land, ergänzend möglichst oft ein Salat-Angebot geben. „Selbst das Online-Bestellsystem wird vermutlich das gleiche sein“, so Cremer weiter.

Denn der bisherige Caterer, die Firma Nickut aus Burscheid, habe angeboten, das System zur Verfügung zu stellen. Derzeit sei allerdings noch unklar, ob die Mittagsmenüs weiterhin von der Firma Nickut geliefert werden oder ob Mitarbeiter der Lebenshilfe nach der Methode Cook & Freeze die Gerichte selbst zubereiten werden.

Die Firma Nickut versorgt derzeit in Wermelskirchen unter anderem die Sekundarschule mit warmen Schulessen. Bis zu den Sommerferien hatte sie auch am Gymnasium eine Mensa betrieben. Mangels zu geringer Nachfrage hatte sich das Konzept am Gymnasium allerdings nicht gerechnet. Amtsleiter Voß zufolge hoffen Stadt und Schulleitung nun, dass nach dem vorläufigen Bruch bei der warmen Übermittagsversorgung „die Schüler ab Februar kommenden Jahres in der Mensa mit den Füßen positiv abstimmen und das neue Angebot zahlreicher annehmen werden“. Denn während der aktuellen temporären Lösung, die lediglich einen Cafeteria-Betrieb vorsieht, seien „sowohl bei der Schulleitung als auch bei der Stadt zahlreiche Bitten aufgeschlagen, wieder ein warmes und gesundes Mittagessen ins Angebot aufzunehmen“. Nach Angabe von Abteilungsleiter Cremer ist ein solches Angebot der Werkstatt Lebenshilfe „im Gegensatz zur Firma Nickut möglich, weil wir als gemeinnützige Organisation nur eine schwarze Null anstreben und keinen Gewinn erwirtschaften müssen“. Trotzdem werde die Stadt auch bei dem neuen Angebot „genau prüfen, wie sich der Bedarf insbesondere in der Sekundarstufe I entwickelt“.