Wermelskirchen: Badminton-Familienturnier stärkt Zusammenhalt

Wermelskirchen: Badminton-Familienturnier stärkt Zusammenhalt

Zu einem großen Familien-Badmintonturnier lud am Sonntag der Ski-Club Wermelskirchen in die Schuberthalle ein. Knapp 100 Väter, Mütter, Geschwisterkinder und Großeltern, auch aus den Nachbarstädten, nahmen teil und spielten in 44 Team in erster Linie aus Spaß am Familienverbund.

In der Halle zischte es ordentlich. Jedes Mal, wenn ein Spieler, egal ob klein oder groß, kräftig zuschlug und den Federball wuchtig ins gegnerische Feld beförderte, war die Flugbahn des kleinen Gummiballs deutlich zu vernehmen. Eigentlich, so hatte es Pressewart Michael Hackstein bekundet, ist es ein Spaßturnier in der 19. Auflage: "Ein besonderes Ereignis für die ganze Familie, aber natürlich wollen alle gewinnen." Der jüngste Teilnehmer war übrigens acht, der älteste 73 Jahre alt. Doch den sportlichen Ehrgeiz entwickelten am ehesten die Kinder. "Ich schlag' eigentlich immer mit voller Wucht zu", sagte die zwölfjährige Nina Hokkeler offen. Als langjähriges Vereinsmitglied im SC spielt sie normalerweise mit und gegen Mädchen und Jungs in ihrer Altersklasse. An diesem Tag an der Seite ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester zu spielen, war aber auch für die Zwölfjährige etwas Außergewöhnliches. "Es macht auf jeden Fall Spaß, aber ich bin dann auch ein bisschen nervös." Mit ihrer Mutter sei sie nämlich noch nicht ganz eingespielt. "Da kommen wir uns auf dem Feld manchmal in die Quere." Und weil ihr dann noch das Adrenalin durch den Körper schießt, "habe ich heute ganz oft den Ball mit dem Rahmen des Schlägers getroffen. Total ärgerlich." Dennoch hatte Nina Spaß, ebenso wie ihre Freundin Maren Horsch (10), die ebenfalls im SC aktiv ist und am Sonntag mit ihren Eltern das Turnier bestritt. "Schön, dass man bei diesem Turnier so zusammenspielen kann."

Tim (11) und Noah (9) gönnten sich nach einigen anstrengenden Partien erstmal eine Pause, ohne ihre jeweiligen Teams. Die beiden Jungs vom TB Hückeswagen waren mit ihren Vätern angetreten, zum dritten oder vierten Mal, wie sie verrieten. "Es macht auch total viel Spaß hier mit Papa gegen andere zu spielen", sagte Tim. Doch ein eingespieltes Team seien sie noch längst nicht, urteilte Noah kritisch. "Wir spielen ja normalerweise nicht so oft zusammen."

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Vielleicht ist aber gerade das so reizvoll an diesem Familienturnier, dass der Ski-Club schon seit Jahren steigende Teilnehmerzahlen verzeichnet. Wofür im stressigen Alltag einfach keine Zeit bleibt, lässt sich als gemeinsame Sportaktivität viel besser erleben: Den Zusammenhalt innerhalb der Familie zu stärken, in guten Tagen (Spielen) als auch in schlechten.

Den Wanderpokal als stärkste Mannschaft im A-Feld (die Profis) nahmen in diesem Jahr übrigens Yesim Asik und André Krägenbrink mit, die bereits im Vorfeld als Favoriten galten. Das B-Feld verließen Jan und Pascal Bekendam mit einem Pokal, sowie Nele und René Görke im C-Feld. Für alle anderen gab es Urkunden.

(sebu)