1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Ausschuss spricht über Sekundarschule

Schule in Wermelskirchen : Ausschuss spricht über Sekundarschule

Die Stadtverwaltung legt eine Schuldatenanalyse angesichts von Schüler-Abwanderungen in der nächsten Sitzung des Fachausschusses vor. Klar ist schon heute: Es wird ein aktualisierter Schulentwicklungsplan benötigt.

2945 Schüler drücken im Schuljahr 2020/21 die Bänke der hiesigen Schulen. 684 von ihnen besuchen die Sekundarschule, für die ein Neubau an der Stelle der alten Realschule an der Rot-Kreuzstraße geplant ist. Als 2017 die Entscheidung für das Großprojekt gefallen ist, wurden die Kosten für den Bau der Schule auf 32,5 Millionen Euro beziffert. Doch vor allem die hohen Abwanderungszahlen der Schüler, die aus Wermelskirchen zu Schulen in Odenthal, Hückeswagen, Remscheid oder Burscheid pendeln, scheinen Sorgen zu bereiten. Darüber hatte sich Bürgermeisterin Marion Lück schon im vergangenen Sommer Gedanken gemacht: „Ich wüsste gerne, ob es sich dabei um eine Momentaufnahme handelt oder um einen Trend, der sich verfestigt hat.“ Ihr Wunsch war es, dass die Anmeldezahlen der vergangenen Jahre genauer analysiert werden, um zu klären, ob sich die Mehrheit der Eltern ein anderes Schulangebot wünsche.

Das Versprechen, eine umfassende Analyse der Schuldaten vorzunehmen, habe sie auch eingelöst, sagt die Bürgermeisterin jetzt auf Nachfrage dieser Redaktion: „Die Ergebnisse werden wir im Schulausschuss vorstellen.“ Einen Termin für die Sitzung gibt es bereits: Der Schulausschuss tagt am Mittwoch, 17. März, ab 17 Uhr im Rathaus. Die Schuldatendatenanalyse stelle einen Blick in die Vergangenheit dar, sagt Marion Lück und fügt hinzu: „Um mögliche Handlungsoptionen für die Schullandschaft in Wermelskirchen abzuleiten, ist genauso ein Blick in die Zukunft notwendig.“ Deshalb seien sie und der Schulausschuss-Vorsitzende, Jochen Bilstein (SPD) einig, „dass wir zusätzlich einen aktualisierten Schulentwicklungsplan brauchen, den wir jetzt in Auftrag geben.“ Zusätzlich seien außerdem schulorganisatorische und pädagogische Aspekte zu berücksichtigen. „Ganz entscheidend wird der Wille der betroffenen Eltern sein – dafür muss aber klar sein, was möglich ist“, stellt die Bürgermeisterin klar. Dass die Stadt eine neue Schule brauche, stehe außer Frage. „Es ist gut und wichtig, dass die gebaut wird“, sagte Lück schon im vergangenen Jahr und machte schon damals eins deutlich: „Wichtig ist aber doch zu klären, ob wir wirklich das Richtige tun, bevor wir in Wermelskirchen eine so große Investition tätigen.“