Bundestagswahl 2013: Auf ein Bier mit Guido Westerwelle

Bundestagswahl 2013 : Auf ein Bier mit Guido Westerwelle

Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Christian Lindner, Vorsitzender des Landesverbandes und der Landtagsfraktion der FDP in Nordrhein-Westfalen, machten auf ihrer Wahlkampftour im Alten Brauhaus in Wermelskirchen Halt.

Das Alte Brauhaus in Wermelskirchen ist ein Albtraum für jeden Sicherheitsbeamten: Eng, unübersichtlich und mit ungeprüften Besuchern scheint es fast unmöglich den angekündigten Gast, Bundesaußenminister Guido Westerwelle, ausreichend abzusichern. "Die waren am Donnerstag schon zur Prüfung da", sagte Horst Walter Schenk, Ortsvorsitzender der FDP. Die Vorfreude auf den prominenten Redner war groß und so ganz sicher war man sich bis zuletzt nicht, ob er tatsächlich kommen würde. Mit einem Knopf im Ohr und einem weißen Spiralkabel im Nacken prüfte ein Sicherheitsmann am Freitagabend noch einmal die Lage. "Er kommt tatsächlich", war dann als Raunen zu hören.

Kurz vor 22 Uhr war das Hinterzimmer des Brauhauses fast überfüllt, da auch viele Mitglieder aus anderen FDP-Ortsverbänden nach Wermelskirchen gekommen waren. Zunächst erschien Christian Lindner, Vorsitzender des Landesverbandes und der Landtagsfraktion der FDP in Nordrhein-Westfalen. Der FDP-Mann hatte in Wermelskirchen ein Heimspiel und begrüßte eine Vielzahl der Parteifreunde persönlich. Dann ein Riesenapplaus zum Auftritt des Bundesaußenministers Guido Westerwelle. Zahlreiche Kameras und Smartphones waren dabei im Einsatz. Dieser Moment musste festgehalten werden.

Lindner sprach zuerst. Er wiederholte die FDP-Positionen und teilte heftig gegen den politischen Gegner aus. Ganz anders danach die Rede von Guido Westerwelle. Da waren es nicht mehr die "lieben Freunde", sondern es hieß "Liebe Mitbürger und Bürgerinnen". Eine staatstragende Ansprache mit der Bitte, zur Wahl zu gehen. Viel zu schnell sagte er: "Einen schönen Abend und danke für Ihre Aufmerksamkeit". Er hob sein Glas, die Sicherheitsleute bahnten einen Weg und dann war er weg. Für ein paar Minuten war die ganz große Politik zu Gast in Wermelskirchen.

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(anch)
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