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Auf die Fahrräder, fertig, los: Start vom Stadtradeln in Wermelskirchen

Auf die Fahrräder, fertig, los! : Zwei „Stadtradeln-Stars“ starten in drei autofreie Wochen

Jeder Kilometer zählt beim Stadtradeln. Denn bei diesem Wettbewerb geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Strecken mit dem Fahrrad zu absolvieren. Die „Stadtradel-Stars“ hingegen verzichten vom 7. bis 27. Juni sogar komplett auf den Wagen.

Die Frage : „Papa, kannst du mich mal da und da hin fahren?“, beantwortet Hajo Hamacher (58) ab morgen mit: „Aber nur mit dem Fahrrad.“ Für 21 Tage verzichtet der Architekt vom 7. bis 27. Juni komplett aufs Auto, weil er zum ersten Mal als einer der beiden „Stadtradeln-Stars“ aus Wermelskirchen beim Stadtradeln dabei ist. Für ihn eine echte Herausforderung, weil er zur Arbeit nach Monheim fahren muss: jeden Tag 35 Kilometer hin und wieder zurück. Dafür hat er notfalls zwar ein E-Bike, aber: „Ich versuche so oft es geht mit dem Mountainbike zu fahren, weil es so schöne Strecken gibt“, sagt er.

Als zweiter „Stadtradeln-Star“ geht Matthias Müller (54) für Wermelskirchen an den Start. Er hat schon im vergangenen Jahr in die Pedale getreten, insgesamt 568 Kilometer erradelt, und freut sich jetzt wieder auf seine täglichen Touren von seinem Wohnort Wipperfürth nach Wermelskirchen, wo er bei der Firma „FIRST Gesellschaft für technisch-wissenschaftliche Softwareanwendungen mbH“ arbeitet. „Eine Strecke sind 18 Kilometer und ich genieße die Tour nach der Arbeit, weil der Kopf schön frei wird“, sagt Müller, der morgens zwischen Touren-, Mountain- oder Rennrad wählen kann. Je nachdem, wie eilig er es hat, denn: „Mit dem Tourenrad brauche ich 45 Minuten, mit dem Rennrad etwas weniger.“

Beide „Stars“ sind optimal auf die autofreie Zeit vorbereitet, haben an ihren Arbeitsplätzen Wechselklamotten deponiert, falls es regnet oder sehr heiß wird. „Für den Fall gibt’s hier auch eine Dusche“, sagt Matthias Müller. Der zweifache Vater nutzt das Rad in den kommenden drei Wochen auch zum Einkaufen: „Dafür habe ich dann einen Anhänger, in den sogar eine Kiste Bier passt“, verrät er lachend.

Insgesamt haben sich beim Stadtradeln in diesem Jahr übrigens 99 Wermelskirchener angemeldet, die sich auf 19 Teams verteilen, um die 35 000 Kilometer von 2019 zu toppen. Im Gegensatz zu den „Stadtradeln-Stars“, für die eine Autofahrt selbst als Beifahrer tabu ist, sammeln die Teams zwar für ihre Stadt Fahrrad-Kilometer, dürfen den Wagen aber benutzen. „Und wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Interessierte unter www.stadtradeln.de anmelden, um für Wermelskirchen bis zum 27. Juni in die Pedale zu treten“, sagt Yvonne Kuhl von der Stadtverwaltung.