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Wermelskirchen: Auch verkaufsoffener Sonntag wird frühzeitig beendet

Wermelskirchen : Auch verkaufsoffener Sonntag wird frühzeitig beendet

Es hätte schön werden können. Der zweite Advent mit bergischem Weihnachtsmarkt und verkaufsoffenem Sonntag. Mit Schnee auf den Hütten, auf den Weihnachtsbäumen und natürlich auf dem großen Baum am Weihnachtsmarkt. Doch es war einfach zu viel Schnee. Wind mit Schneeverwehungen, kaum geräumte Straßen und die Ankündigung von Blitzeis und Regen warfen alle Pläne durcheinander.

"Wenn im dm-Markt niemand an der Kasse steh, ist die Stadt tot", lautet eine Regel. Die Kunden im Stadt-Karree waren an einer Hand abzuzählen und viele Parkplätze durch Schnee auch nicht zu nutzen. Das Ehepaar Kiesecker aus Tente hatte in der Buchhandlung Marabu einen Schweinekalender 2018 gekauft. "Zwölf Motive mit Schweinen - das muss doch einfach Glück bringen", freute sich Sabine Kiesecker. Sie schwärmte vom Vormittag. "Da war ich auf der Trasse laufen. Ruhe pur und keine Radfahrer. Einfach herrlich!"

Bettina und Harro Reinshagen aus Remscheid hatten alle Ruhe beim Einkaufen im Textilgeschäft male. "Das Wetter ist kein Problem, wenn man das richtige Auto hat", sagten sie und schwärmten von ihrem Allrad-Fahrzeug. Klar geht es zum Einkaufen auch mal in größere Städte, aber die beiden kommen gerne nach Wermelskirchen. Auch am Sonntag hieß es: "Passt, gefällt mir, kauf ich!" Der Einzelhandelsverband schätzt den Umsatz in Deutschland auf 94,5 Milliarden Euro - und die Einkaufslaune wird als phantastisch beschrieben. Bleibt da auch ein bisschen für Wermelskirchen übrig oder wandert alles in die großen Städte? "Wenn es eben geht, kaufen wir alles hier vor Ort", sagte Peter Borrmann, der sich im Schuhhaus Schnütgen umsah.

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Weitere Kunden waren in der Kölner Straße nicht unterwegs. "Wir machen gleich wieder zu", hieß es bei Uhren Groß und auch Schreibwaren Siebel schloss früh wieder ab. "Es gibt eine Wetterwarnung", sagte eine Verkäuferin in der Buchhandlung van Wahden, "wir schließen jetzt." Und auch der Marketingverein WiW reagierte auf die Wetterlage. "Wir können die Bühne nicht nutzen. Es ist viel zu glatt und zu gefährlich", hieß es im Organisationsbüro. Die Dächer der Hütten waren schon vorsorglich vom Schnee befreit worden. Der Wind hatte den Schnee in die Hütten geweht und für einige Waren war das nicht gut. So wurden die meisten Hütten - wie berichtet - bereits frühzeitig geschlossen. Nur ein paar Unerschütterliche stemmten sich mit guter Laune und Glühwein gegen das Schneechaos. Bis auf den verkaufsoffenen Sonntag gibt es zum dritten Advent einen neuen Versuch mit dem Weihnachtsmarkt.

(wsb)