Wermelskirchen: Anwohner an der Eich ärgert sich über Blumenfeinde

Wermelskirchen : Anwohner an der Eich ärgert sich über Blumenfeinde

Bernd Meyer bepflanzt ehrenamtlich städtische Beete vor seinem Haus. Aber Vandalen reißen die Blumen wieder heraus.

Bürger werden immer wieder gerne dazu aufgerufen, sich ehrenamtlich zu betätigen - indem sie sich beispielsweise auch um die städtischen Blumenbeete vor ihrer Haustüre kümmern, um das Stadtbild zu verschönern. Aber zuweilen artet das in eine Sisyphosarbeit aus, wie Bernd Meyer beklagt. Der Anwohner der unteren Eich bepflanzt seit Jahren liebevoll die Beete vor seinem Haus, gießt die Blumen und zupft regelmäßig Unkraut aus der Erde. Doch respektlose Zeitgenossen machen das schöne Bild immer wieder zunichte, berichtet er. Die Pflanzen werden zerdrückt, herausgerissen, einige Herrchen und Frauchchen lassen die Hundehäufchen liegen, Kippen werden achtlos dorthin weggeworfen. "Ich weiß nicht, was in den Köpfen dieser Menschen vorgeht", wundert sich Meyer über Vandalismus und Ignoranz einiger Passanten. Manchmal fragen er und seine Frau sich schon, warum sie überhaupt Zeit und Geld in die Pflege städtischen Eigentums stecken, wenn einige Zeitgenossen alles wieder zunichtemachen. Aber aufgeben wolle er nicht, meint der Wermelskirchener. Vielmehr wolle er ein Vorbild sein, er hoffe, dass andere seinem Beispiel folgen. Denn auch andere Grüninseln könnten gut pflegende Hände gebrauchen.

Foto: Meyer

Warum ausgerechnet in Nordrhein-Westfalen vielerorten öffentlichen Plätze, Anlagen und Straßenränder so schmuddelig und ungepflegt aussehen, frage er sich seit langem. Wenn er in anderen Bundesländern sei, falle ihm auf, dass es anderswo nicht so viele oder kaum Vandalismusspuren gibt - etwa in Bayern.

"Wie könnte man es schaffen, dass es hier auch so aussieht?" fragte er im Gespräch mit dieser Redaktion. Mehr Kontrollen und Bußgelder? Oder eine breit angelegte Kampagne "Haltet Wermelskirchen propper"? Bernd Meyer wünscht sich eine Diskussion, wie das Stadtbild ansehnlicher und gepflegter werden, wie man mehr Identifikation mit der Heimatstadt erreichen oder ein Verantwortungsgefühl wecken könnte. Für "sein" Wermelskirchen sei er jedenfalls bereit, einen Beitrag für ein gepflegteres Ambiente zu leisten. Auch wenn er dafür Geld ausgeben muss.

(pd)