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Andreas Müßener tritt aus Fraktion FÜR Wermelskirchen aus

Wermelskirchen : Andreas Müßener tritt aus der Fraktion FÜR Wermelskirchen aus

Andreas Müßener, Mitglied der Fraktion FÜR Wermelskirchen, tritt nach eigenen Angaben zum Jahresende aus der dreiköpfigen Fraktion aus. „Meine Funktionen in dem neuen Wählerverein (Anmerk. der Red.: Zukunft Wermelskirchen) werden in den nächsten Monaten weiterhin meinen politischen Schwerpunkt ausmachen.

Die Interessen der Fraktion und meines Wählervereins können nur dann zielführend durchgesetzt werden, wenn ich mich auf nur eine politische Aufgabe konzentriere und ich gleichzeitig der Fraktion den nötigen Rückhalt ermöglichen kann, sich wieder voll und ganz auf die fraktionelle Arbeit zu fokussieren“, begründet Müßener in einer Mail an diese Redaktion seinen Schritt. „Für meine politische Doppelaufgabe wurde meine Fraktion und auch ich zuletzt scharf kritisiert.“ Wie berichtet, hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Klicki in der Oktobersitzung des Haupt- und Finanzausschusses Andreas Müßener vorgeworfen, er missbrauche als Mandatsträger die Petition als Form der Bürgerbeteiligung statt klar formulierte Forderungen über einen Antrag an die politischen Gremien zu stellen, um Ziele durchzusetzen.

Neben Andreas Müßener gehören Horst Walter Schenk als Fraktionsvorsitzender und Jutta Hildner der Fraktion an. Auch mit zwei Mitgliedern wird FÜR Wermelskirchen seinen Fraktionsstatus behalten, erklärt Jürgen Scholz, Leiter des Haupt- und Personalamts, auf Nachfrage dieser Redaktion. Nur in kreisfreien Städten ist die Mindestzahl für eine Fraktion bei drei Personen angesetzt.

„Wir sind nicht im Streit auseinander gegangen, es war eine Entscheidung der Ratio, eine einvernehmliche Lösung“, kommentiert Horst Walter Schenk den Fraktionsaustritt nach gemeinsamen Beratungen. Andreas Müßener habe damit den Freiraum, sich für „Zukunft Wermelskirchen“ ab 2020 dem Kommunalwahlkampf zu widmen. Müßener habe sich in die Fraktionsarbeit eingegliedert, aber Jutta Hildner und er hätten nicht hinter allen Aktivitäten Müßeners gestanden. „Ich arbeite nicht über Petitionen, solange ich mit anderen Fraktionen über ein Thema diskutieren kann“, betont der Fraktionsvorsitzende im Hinblick auf die Unter.

Für die Fraktion FÜR Wermelskirchen saß Andreas Müßener seit November 2018 im Stadtrat, mit seinem Austritt zum 31. Dezember dieses Jahres behält er sein Mandat als Fraktionsloser ab 1. Januar bis zum Ende der Legislaturperiode – die Kommunalwahlen sind am 13. September. „Zukunft Wermelskirchen“ plant, für diese Kommunalwahl einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen. Fraktionslos war er auch vom 4. Juni 2015 bis 31.Oktober 2018, für die AfD saß er seit 1. Juni 2014 bis 3. Juni 2015 im Stadtrat.