Grundschulen Alle Stellen sind besetzt

Wermelskirchen · An den Wermelskirchener Grundschulen gibt es derzeit keine freien Stellen. Dafür sorgen auch drei Lehrkräfte, die den Weg als Seiteneinsteiger genutzt haben.

 Christoph Lützenkirchen, Schulaufsichtsbeamter für den Rheinisch-Bergischen Kreis

Christoph Lützenkirchen, Schulaufsichtsbeamter für den Rheinisch-Bergischen Kreis

Foto: Melanie Aprin

Die Situation an den Wermelskirchener Schulen sieht gut aus. Das teilte Christoph Lützenkirchen, Schulaufsichtsbeamter für den Rheinisch-Bergischen Kreis auf Anfrage unserer Redaktion mit. „An den Wermelskirchener Grundschulen haben wir aktuell eine Besetzungsquote von 100 Prozent“, ergänzt der Schulrat. Somit gebe es „zur Zeit keine unbesetzen Stellen für Grundschullehrkräfte“. Indes befänden sich „zwei Stellen für das Einstellungsdatum 1.­Februar 2020 in der Ausschreibung“.

Lützenkirchen bestätigt Informationen unserer Redaktion, wonach „an den Wermelskirchener Grundschulen drei Seiteneinsteigerinen und Seiteneinsteiger mit dem studierten Fach Sport unterrichten“. Weitere Seiteneinsteiger „mit den Fächern Musik, Kunst, Englisch oder mit der Lehramtsbefähigung für die Sekundarstufe I oder II“ seien „an den Grundschulen in Wermelskirchen nicht fest eingestellt“.

Lützenkirchen, der seit 2015 beim Kreis als Schulrat für die Grund-, Förder- und Hauptschulen in Wermelskirchen, Leichlingen und Odenthal zuständig ist und zuvor zehn Jahre Rektor einer Grundschule in Bergheim war, konnte weiteren Angaben nach in seiner Zeit als Schulleiter „keine persönlichen Erfahrungen mit Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern sammeln“. Der Hintergrund: Die Möglichkeit des Seiteneinstiegs existiert erst seit 2017. Im Bereich der Vertretungsstellen bezüglich Mutterschutz, Elternzeit und Krankheitsvertretung gebe es aber „eine lange Tradition, auf andere Professionen zurückzugreifen“.

Auch er selbst habe an seiner Schule „immer wieder auf Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe und Diplomsportlehrerinnen und -lehrer zurückgegriffen“. Diese Zusammenarbeit sei „fast ausnahmslos eine Bereicherung für den Unterricht und das Schulleben“ gewesen. Das gelte gleichermaßen für die allgemeinen Erfahrungen mit Seiteneinsteigern im Kreis, welche positiv seien. Denn Seiteneinsteiger könnten „in der Regel ihre studierten Fächer kompetent unterrichten“. Allerdings benötigten sie „in den ersten Monaten Unterstützung, um sich im Grundschulsystem zurecht zu finden“. Diese Unterstützung werde „durch eine einjährige berufsbegleitende Qualifizierung an den Studienseminaren und durch eine intensive Betreuung der Schulen vor Ort“ gewährt.

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