Wermelskirchen: Am Dawerkuser Zoch feierten die Jecken weitgehend friedlich

Wermelskirchen: Am Dawerkuser Zoch feierten die Jecken weitgehend friedlich

Der Dawerkusener Zoch wird seinem Ruf gerecht, kreativ, familiär, fröhlich und sicher zu sein. "Es gab nur wenige Störungen mit jungen Erwachsenen, ansonsten herrschte eine friedliche Grundstimmung", sagte Richard Barz von der Kreispolizeibehörde zum Dabringhauser Rosenmontagszug und Straßenkarneval. Es gab keine Verletzten.

Nur ein 18-Jähriger fiel der Polizei gleich mehrmals auf. Sie erteilte dem jungen Mann einen Platzverweis. Doch er missachtete ihn und feierte munter weiter, bis ihn die Beamten nochmals aufforderten, das närrische Terrain zu verlassen. Und abermals ignorierte er die Anweisung. Beim dritten Mal versuchte er, vor den Polizisten wegzulaufen, aber sie holten den offensichtlich stark alkoholisierten Mann ein. Bei seiner Durchsuchung entdeckten sie eine geringe Menge Marihuana. Der "Wiederholungstäter" kam in Polizeigewahrsam, er muss mit einer Strafanzeige rechnen. Angesichts der zahlreichen feierfreudigen Närrinnen und Narren zieht die Polizei demnach eine positive Bilanz.

Insgesamt blickt auch die Polizei in Rhein-Berg auf viele friedliche Karnevalsumzüge zurück. Das Ziel, mit starker polizeilicher Präsenz, sofortigen Ansprachen von Störern und konsequentem Einschreiten den Jecken das Feiern zu ermöglichen, sei erreicht worden, heißt es. Es seien bis Dienstagmorgen 36 Strafanzeigen mit Karnevalsbezug (Sachbeschädigungen/Körperverletzungen) erstattet worden.

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Auch Arne Feldmann, Leiter des Wermelskirchener Ordnungsamtes, spricht nur von einzelnen Auffälligkeiten. Ein 15-Jähriger war mit 2,1 Promille aufgegriffen worden, insgesamt sieben Minderjährige hatten Alkohol getrunken und wurden in elterliche Obhut gegeben. Vier stark alkoholisierte Menschen über 18 Jahre wurden vom Rettungsdienst versorgt. "Ansonsten hat sich unser Konzept, gemeinsam mit der Polizei sichtbare Präsenz zu zeigen, bewährt", sagte Feldmann. Viel Lob dafür erhielten die Einsatzkräfte, allein elf vom Ordnungsamt, von Besuchern des Rosenmontagszuges.

Der Abschleppwagen musste gerufen werden, weil mehrere Autofahrer die Zufahrt zu einem Gewerbebetrieb zugeparkt hatten. Ihre Wagen wurden auf den nahegelegenen Aldi-Parkplatz versetzt. Reichlich viel Arbeit gab es für den Betriebshof. Die Überbleibsel des jecken Treibens, Konfetti und Co, froren regelrecht fest, berichtet dessen Leiter Volker Niemz. Er nimmt es gelassen: "Es ist halt immer so im Karneval." Weil an den Straßenrändern noch Schneewälle liegen, komme die Kehrmaschine nicht an alle Ecken und Kanten heran. Besonders ärgerlich war, dass einige Anlieger den Kehricht von ihren Grundstücken auf die Straße fegten. Zum Ende der Woche werde sein Team nochmals ausrücken, um die letzen Reste zu entfernen.

(pd)