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Wermelskirchen: Am Amselweg entstehen moderne, bezahlbare Wohnungen

Wermelskirchen : Am Amselweg entstehen moderne, bezahlbare Wohnungen

Die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft (RBS) baut mit der Stadt 13 geförderte Wohnungen für insgesamt 2,7 Millionen Euro.

Tiefgarage, Aufzug, Barrierefreiheit - am Amselweg entsteht ein großer und moderner Komplex. Dort, wo an der Ecke zum Wiesenweg zuvor drei renovierungsbedürftige Häuser standen, sollen bis Anfang nächsten Jahres 13 Wohnungen unter einem Dach entstehen. Gestern legte die Geschäftsführerin der Rheinisch-Bergischen Siedlungsgesellschaft (RBS), Sabine Merschjohann, zusammen mit Bürgermeister Rainer Bleek und dem Ersten Beigeordneten der Stadt, Stefan Görnert, den symbolischen Grundstein für den Neubau.

Der Bau der zwischen 67 und 102 Quadratmeter großen Wohnungen wird zu 60 Prozent vom Land gefördert. Entsprechend niedrig fallen die Mieten aus. "Der Quadratmeterpreis von 5,25 Euro kalt ist schon sportlich", sagt Merschjohann. Auf dem freien Markt seien hier sicherlich deutlich teurere Miet- oder Eigentumswohnungen entstanden. "Ein großer Dank geht daher an die Stadt Wermelskirchen, die uns das Grundstück verkauft hat", sagt Merschjohann. Die Lage sei ideal, zentral gelegen und mit guter Anbindung für Pendler.

Das integrative Stadtkonzept hatte Wermelskirchen erst kürzlich einen Bedarf von 400 Wohnungen bescheinigt, wolle man die Einwohnerzahl halten. "Wir sind uns unserer Verantwortung natürlich bewusst", sagt Bürgermeister Rainer Bleek. Der Bedarf an gefördertem Wohnraum und an Unterkünften für Flüchtlinge sei nach wie vor hoch. Auch in Bähringhausen sollen drei Gebäude für 40 Flüchtlinge entstehen. "Die Flüchtlinge sollen ja nicht auf Dauer in der Polizeiwache leben", sagt Bleek. Das Bauvorhaben in Bähringhausen stieß zuletzt bei den Anwohnern auf Kritik, wodurch der Baubeginn verzögert wurde. Mit Blick auf den Neubau am Amselweg sagt Merschjohann: "Die Nachbarn hier sind zum Glück sehr entspannt". Um für gute Stimmung zu sorgen, will die RBS ein Nachbarschaftsfest ausrichten, sobald die Wohnungen bezogen sind. "Schließlich sind dann alle neu hier, Flüchtlinge und Einheimische gleichermaßen", sagt Stefan Görnert. Mehr Integration ginge nicht.

Beim Gang durch die Baustelle wird die Lage der Räume schon gut deutlich. Dadurch, dass das Gelände sieben Meter Höhenunterschied aufweist, mussten die Architekten ihr Gebäude daran anpassen. Ganz unten liegt eine große Wohnung, darüber zwei kleine und die Tiefgarage. Auf der zweiten und dritten Etage liegen jeweils zwei kleine Wohnungen und ganz oben noch mal zwei große. Das ganze Gebäude wird im zurzeit typisch würfelartigen Stil gebaut, jede Wohnung wird über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen. "Wir bauen hier keine Luxus-Wohnungen, aber sie verfügen über einen zeitgemäßen Standard", sagt Merschjohann.

Bewerben für eine neue Wohnung könne sich jeder mit einem Wohnberechtigungsschein. "Mit den großen Wohnungen wollen wir aber gezielt Familien ansprechen", sagt Merschjohann. Diese bekommen in den obersten zwei Wohnungen und bei gutem Wetter einen Ausblick über das Tal Richtung Remscheid.

(cha)