Wermelskirchen: Aktionsplan soll Lärmschutz in Wermelskirchen verbessern

Wermelskirchen : Aktionsplan soll Lärmschutz in Wermelskirchen verbessern

Egal ob in der Nähe der Autobahn 1, an der B 51n, unweit der Landstraße 101 (Altenberg – Dabringhausen – Dreibäumen) oder an der L 157 (Sonne – Hünger – Burg) – viele Wermelskirchener sind dauerhaftem Verkehrslärm ausgesetzt.

Egal ob in der Nähe der Autobahn 1, an der B 51n, unweit der Landstraße 101 (Altenberg — Dabringhausen — Dreibäumen) oder an der L 157 (Sonne — Hünger — Burg) — viele Wermelskirchener sind dauerhaftem Verkehrslärm ausgesetzt.

Das hat eine Untersuchung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Landesamt ergeben.

Demnach gibt es in Wermelskirchen mehr als 2800 Bürger, die tagsüber mit einer Lärmbelästigung zwischen 55 und 75 Dezibel (dB) leben müssen, nachts sind fast 1900 Bürger Lärmpegeln zwischen 50 und 70 Dezibel ausgesetzt. Mehr als 1000 Wohnungen im Stadtgebiet sind lärmbelastet (55 dB). Brigitte Zemella, die Umweltbeauftragte der Stadt, stellte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr den Bürgern Besserung in Aussicht. Denn die Stadt muss in Zukunft einen sogenannten Lärmaktionsplan umsetzen. EU-Richtlinien schreiben vor, dass Lärmpegel in besonders belasteten Gebieten verringert werden müssen. "Viele Gebäude in Wermelskirchen sind betroffen. Manche Bürger setzen sich nicht mehr in den Garten oder auf den Balkon, weil es viel zu laut ist", sagte Zemella. Die Umsetzung eines Aktionsplans sei eine Pflichtaufgabe.

In solch einem Aktionsplan werden verschiedene Maßnahmen für einen verbesserten Lärmschutz gebündelt — zum Beispiel die Verbesserung der Fahrbahnbeläge (geräuschdämmend), ein besserer Verkehrsfluss, ein Herabsenken der Geschwindigkeit, bauliche Verkehrsberuhigung oder auch die Reduzierung des Verkehrs.

Die Stadt hat im Haushaltsplanentwurf 10 000 Euro für die Beauftragung eines Aktionsplans berücksichtigt. Vom Land sei keine finanzielle Unterstützung zu erwarten, weil es um die Umsetzung einer EU-Richtlinie gehe. Beim Zeitplan hinkt die Stadt hinterher. "Die Ergebnisse sollten eigentlich bis zum 18. Juli vorliegen, das werden wir nicht schaffen", sagte Zemella. Grund sei die angespannte Personalsituation im Rathaus. Es hätten aber auch andere Kommunen Probleme, den Zeitplan einzuhalten.

Die Stadt wird nun Gespräche mit verschiedenen Ingenieurbüros führen, die für die Aufstellung des Aktionsplans infrage kommen. Ziel ist, Anfang 2014 im Detail über einen solchen Plan zu beraten.

(RP/rl)
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