Adventskalender in Wermelskirchen

Vorbereitung für Adventskalender : Das Adventskalender-Titelbild steht fest

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen süßen Adventskalender vom Verpackungsspezialisten Kocherscheid, der Werkstatt Lebenshilfe und dem Café Wild geben. Verraten wird das Motiv allerdings noch nicht.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Zwar mag man bei den momentanen Temperaturen kaum an den Advent denken. Und doch gibt es einige Wermelskirchener, die im Moment genau das machen. Denn sie bereiten gerade den ganz besonderen Adventskalender für Wermelskirchen vor. Die Kooperation zwischen dem Familienunternehmen Kocherscheid, der Werkstatt Lebenshilfe Bergisches Land und dem Traditionscafé Wild wird wieder dafür sorgen, dass auch in diesem Jahr in vielen Haushalten die Zeit bis zum Heiligen Abend mit köstlichen Pralinen vom Team um Konditormeister Thomas Wild versüßt wird. „Wir sind im Jahr 2006 auf die Idee gekommen, einen Wermelskirchener Adventskalender zu produzieren“, sagt Susanne Kocherscheid-Störtte vom Verpackungsspezialisten von der Goethestraße und ergänzt schmunzelnd: „Denn so etwas gab es bislang nicht.“

Als Partner hat man sich schon bald das Café Wild mit ins Boot geholt; seit 2012 sind die Mitarbeiter der Werkstatt Lebenshilfe Bergisches Land ebenfalls mit dabei. Die Menschen mit Beeinträchtigung in den sieben Gruppen des heilpädagogischen Arbeitsbereiches fangen schon früh im Jahr damit an, sich zusammen mit ihren Betreuern Gedanken darüber zu machen, mit welchem Motiv sie die Wermelskirchener in diesem Jahr erfreuen können. „Dabei steht das künstlerische und kreative Ideenreichtum der Mitarbeiter klar im Vordergrund –im Gegensatz zu unseren Produktionsabteilungen“, sagt Jenny Weber, die den Arbeitsbereich der Werkstatt Lebenshilfe gemeinsam mit ihrer Kollegin Susanne Fuchs leitet. Der Kreativität seien dabei keine Grenzen gesetzt. „Uns ist vor allem wichtig, was man bei den Einzelnen an Konzentration und Motorik noch fördern kann“, betont Weber.

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Wenn die Arbeiten in der Werkstatt Lebenshilfe beginnen, ist Weihnachten meist gerade erst vorbei. „Wir lassen uns Zeit, und das ist wichtig. Denn jeder hat sein eigenes Arbeitstempo“, sagt Weber. Um die Mitte des Jahres sind die Entwürfe dann aber fertig und für Kocherscheid-Störtte und ihren Mann Rainer kommt dann der Augenblick der Wahrheit. „Wir bekommen die Motive von der Lebenshilfe und müssen dann das Siegermotiv auswählen – das ist nicht immer leicht“, sagt Kocherscheid-Störtte lachend. Und in der Tat: Wenn man sich die fünf Motive – drei hatten das falsche Format und konnten daher nicht berücksichtigt werden – ansieht, wird klar, dass die Entscheidung nicht einfach gewesen sein kann.

Dennoch hat die Jury sich entschieden, das Titelbild für den Adventskalender 2018 steht fest. „Aber wir verraten natürlich noch nicht, welches gewonnen hat. Da müssen die Wermelskirchener schon bis Mitte November warten“, sagt Kocherscheid-Störtte. Denn ab dann kann der Adventskalender ausschließlich beim Café Wild gekauft werden; auch das Gewinnerbild wird in dieser Zeit dort ausgestellt sein. Im Inneren werden sich 24 köstliche Pralinen aus der Backstube von Thomas Wild und seinem Team befinden. „Es sind eins zu eins die Pralinen, die auch bei uns an der Pralinentheke verkauft werden“, sagt Anne Wild. Dank einer lebensmittelechten Beschichtung, die seit 2014 in den Kartons verarbeitet ist, können die Pralinen ohne weitere Verpackung im Kalenderkarton aufbewahrt werden.

Zwei Wochen vor Verkaufsstart müssen die Mitarbeiter im Café einige Extraschichten einlegen, denn dann werden die Kalender bestückt. „Dann wird das Café kurzerhand an den Ruhetagen in eine Packstube verwandelt“, sagt Wild schmunzelnd. Allen Beteiligten liegt besonders der inklusive Gedanke des Adventskalenders am Herzen. „Es ist genau das, was ich mir unter einem inklusiven Auftrag vorstelle“, sagt Weber, Kocherscheid-Störtte ergänzt: „In vielen hundert Haushalten hängt dann in der Adventszeit ein Motiv der Lebenshilfe, das finde ich besonders schön.“ Und das Projekt, bei dem pro verkauften Kalender zwei Euro an die Lebenshilfe fließen, kommt auch in der Stadt gut an. Im Vorjahr gab’s 300 Stück für den freien Verkauf und 200 für Firmenkunden.“

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