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Abwassernetz in Wermelskirchen: Größere Kanalrohre in Kolfhausen

Baumaßnahmen in Wermelskirchen : Größere Kanalrohre in Kolfhausen

Weil private Gartenflächen betroffen sind, gilt die Sanierung des ersten Abschnitts als besonders sensibel. Starkregenereignisse zeigten auf, dass Teile des Abwassernetzes zu klein sind.

Schneller als ursprünglich geplant, erfolgt die Kanalsanierung im Bereich Tente-Kolfhausen und -Herrlinghausen. Der Grund: Von Starkregen ausgelöste Überflutungen in diesem Bereich legten den Verdacht nahe, dass das Kanalnetz in Kolfhausen zumindest teilweise unterdimensioniert ist.

Eine hydraulische Überprüfung bestätigte diese Vermutung und stellte eine „erhebliche Sanierungsnotwendigkeit“ fest – demnach muss die Kanalrohrdimension vergrößert werden. Das erläuterte die Stadtverwaltung auf der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses des Städtischen Abwasserbetriebs. Der stimmte dem Verfahren zu, wonach die Maßnahme nunmehr in zwei Abschnitte unterteilt wird und nicht erst wie ursprünglich vorgesehen komplett in 2023 im Zuge des Straßenausbaus erfolgt.

Somit beginnt die hydraulische Kanalsanierung im Bereich Kolfhausen / Herrlinghausen. Dort herrschen laut Verwaltung  „besonders sensible örtliche Gegebenheiten“ vor, weil die Rohrleitungstraße über private Gartenflächen führt. Dadurch konnte dieser Bereich von der Gesamtmaßnahme abgetrennt werden, was die Möglichkeit zu einer beschränkten Ausschreibung unter besonders geeigneten Anbietern eröffnete.

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Diese Ausschreibung erfolgte im Juli diesen Jahres und wurde im September rund 15 Prozent unter der Kostenberechung zu knapp 365.000 Euro vergeben. „Die Ausführung startet, der zweite Bauabschnitt ist kombiniert mit dem Straßenausbau in 2022 geplant“, kündigte der Leiter des Tiefbauamts, Harald Drescher, an.

Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte beziffert die Stadtverwaltung mit 584.000 Euro brutto. Die zwischenzeitlich rechnerisch geschätzten Sanierungskosten von rund 900.000 Euro konnten damit deutlich verringert werden. Die rechnerische Basis habe aufgrund unsicherer Angaben über tatsächlich an das Kanalnetz angeschlossene befestigte Flächen erhebliche Unsicherheiten aufgewiesen, berichtete die Verwaltung. Deshalb wären klärende Untersuchungen durch zum Beispiel vier Abflussmessstellen und eine Niederschlagsmessstelle, die drei Monate das Abflussgeschehen dokumentierten, erfolgt. „Aus diesen Daten wurde das hydraulische Modell kalibriert und das Einzugsgebiet plausibilisiert“, stellte die Stadtverwaltung fest.

Gleichzeitig verzögert sich eine andere Maßnahme aufgrund „naturschutzrechtlicher Genehmigungsschwierigkeiten“: die Kanalsanierung am Sammler vor dem Pumpwerk Dabringhausen. Die dafür veranschlagten Gesamtkosten von 365.000 Euro ermöglichten die Mittelbereitstellung für den ersten Bauabschnitt der Maßnahme Kolfhausen / Herrlinghausen.