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Abstand nicht eingehalten – Zoff vorm Stadtkarree am Markttag

Wochenmarkt in Wermelskirchen : Abstand nicht eingehalten – Zoff vorm Stadtkarree am Markttag

Der Bürgersteig zwischen Marktbeschicker, den wenigen geöffneten Läden und die für beide Angebote anstehenden Kunden wurde am Freitag zum Nadelöhr.

Dicke Luft am Freitagmorgen vor dem Stadtkarree: Der Markttag führte in dieser vom Coronavirus bestimmten Zeit und den damit verbundenen Schutzverordnungen der Landesregierung an Grenzen. Der Bürgersteig zwischen Marktbeschicker, den wenigen geöffneten Läden und die für beide Angebote anstehenden Kunden wurde zum Nadelöhr. Was vor allem Blumenhändler Achim Bechmann (City-Blumen) zur Verzweiflung trieb. Denn er hatte auch seine Außenauslage mit Blumen auf dem Bürgersteig stehen.

„Die Bürger können keine zwei Meter Abstand halten. Es herrscht ein großes Gedränge“, meinte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Er könne nicht verstehen, wieso hoch frequentierte Marktstände dann auch noch vor den wenigen Geschäften im Stadtkarree positioniert werden, so dass sich zwei Schlangen bilden.“ Und Bürger, die einfach ein anderes Ziel haben, kämen gar nicht mehr vorbei. Bechmann räumte am Freitag nach Aufforderung des Ordnungsamtes seine Blumenauslage ein. „Auch bei meinem Geschäft stehen die Kunden draußen Schlange, weil nur zwei Kunden in den Laden dürfen.“

Die Situation am Freitagvormittag beobachteten auch Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes und sprachen Bürger an, damit der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten wird. „Auslöser waren die Auslagen von Herrn Bechmann. Leider haben sich die Warteschlangen vor den Obst- und Fleisch-Marktständen anders entwickelt als wir gedacht hatten“, sagte Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann auf Anfrage. Die Kundenströme hätten sich nicht so bewegt, wie man sich das gewünscht hätte. „Es wurde einfach zu eng im Begegnungsverkehr. Da haben meine Mitarbeiterinnen eingegriffen.“ Im laufenden Betrieb hätte man keine Marktstände versetzen können.

Für den Markttag am Freitag hatte die Stadt den Markt schon ein wenig „umgebaut“ – „für nächsten Donnerstag werden wir die Marktstände noch weiter auseinander ziehen, damit nicht mehr solche Engpässe entstehen“, kündigte Feldmann an. „Besonders die hoch frequentierten Stände werden dann nicht mehr vor den geöffneten Einzelhandelsgeschäften stehen.“ Die Stadt wolle möglichst viel Platz auf dem Bürgersteig schaffen; so wird „City Blumen“ auch am kommenden Donnerstag auf seine Außenauslage verzichten müssen.