Wermelskirchen: Abi-Sturm als Abschied vom Schulalltag

Wermelskirchen: Abi-Sturm als Abschied vom Schulalltag

Ohne Ausnahme haben die 130 Q2-Schüler am Gymnasium die Zulassung zur Abiturprüfung erreicht. Nach den Osterferien beginnt die Klausurphase. Am ersten Juli-Wochenende wollen alle ihr Zeugnis in Händen halten.

Laura Neumüller kann sich freuen: Die Schülerin des aktuellen Abiturjahrgangs am Städtischen Gymnasium Wermelskirchen gewann beim gestrigen "Abi-Sturm" ein Gratis-Ticket für den Abiball. Unter dem Beifall der Schüler der siebten bis elften Stufe sowie natürlich dem eigenen Jahrgang setzte sich Laura Neumüller beim Spiel "Reise nach Jerusalem" gegen Ronja Siebel und Antonia "Toni" Wilke durch.

Grund zum Feiern hatten die Jugendlichen der "Qualifizierungsstufe 2" (Q2) allemal, denn jetzt steht fest: alle 130 jungen Damen und Herren haben die Zulassung zu den Abiturprüfungen am Wermelskirchener Gymnasium geschafft. Für die angehenden Abiturienten endete gestern die Zeit des täglichen Unterrichts - nun stehen die Vorbereitungen auf die Prüfungen an. Traditionell begehen die Jahrgänge diesen "Abschied" vom Schulalltag mit dem "Abi-Sturm".

Mit sportlichen und Quiz-Spielen unterhielt der Q2-Jahrgang auf dem Schulhof gut 45 Minuten die Mitschüler und Lehrer. Beim Tauziehen oder Werfen mit einem Handball auf einen Streetbasketballkorb mussten sich Teams aus den einzelnen Jahrgängen und der Lehrer beweisen. Siegreich war letztlich natürlich die Q2 als "bester Jahrgang der Schule". Dazu war allerdings ein Stechen gegen die neunte Stufe notwendig. Beim Tauziehen verlor das Q2-Team sogar gegen das Quartett aus den Reihen der Lehrer. Passend zum Motto "Abios Amigos" des Abiturjahrgangs standen die Quizfragen ganz im Zeichen Spaniens. Eine der Fragen: Wie wird die "Zahnfee" in Spanien genannt? Antwort: "Zahnmaus". Oder: Wie viele offizielle Sprachen gibt es in Spanien? Es sind sieben.

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Das Trio Laura Neumüller, Ronja Siebel und Antonia Wilke hatte sich in den vergangenen Wochen gegen die anderen Q2-Schüler für die Finalrunde durchgesetzt, in dem sie sich im Schulalltag "zum Affen machten", wie die beiden Moderatoren Cedric Haldenwang und Simon Remmel erläuterten: "Sie sind zum Beispiel dauernd mit einer Rolle Klopapier in der Hand durch die Schule gelaufen."

Haldenwang und Remmel organisierten den "Abi-Sturm" federführend und ernteten Lob von Lehrerin Ulrike Gerber, die gemeinsam mit Marc Rodermund die Stufenleitung innehat: "Die Schüler sind kreativ und fröhlich und halten sich an die Regeln. Sie feiern eben nicht nur sich selbst, sondern haben ein Programm erdacht, das alle mit einbindet." Dazu gehörte auch ein Bollerwagen, mit dem die angehenden Abiturienten die Lehrer gestern Vormittag am Lehrerparkplatz abholten. Da sich allerdings keiner der "Pauker" fahren lassen wollte, diente der Bollerwagen zumindest als Transporter für das Gepäck der Lehrer, das die Schüler in die "Penne" karrten.

(sng)