Wermelskirchen Abgasunfall: Die Warmwasser-Therme war defekt

Wermelskirchen · Eine defekte Warmwasser-Therme war der Auslöser für den Kohlenmonoxid-Unfall am Samstagabend in einem Wohnhaus im Musikerviertel. Das teilte gestern die Polizei auf Anfrage mit.

Sechs Personen wurden mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung vorsorglich in verschiedene Krankenhäuser außerhalb von Wermelskirchen eingeliefert; bei einer 66-jährige Frau war der Zustand laut Leitendem Notarzt anfangs lebensbedrohlich.

Die Frau war bewusstlos von ihrer Tochter im Bad gefunden worden; die Rettungssanitäter versorgten sie während der Behandlung mit Sauerstoff, als plötzlich das CO-Messgerät Alarm schlug: In der Atemluft der bewusstlosen Frau war der Anteil von Kohlenmonoxid zu hoch. Daraus schlossen die Feuerwehrmänner auf Kohlenmonoxid in der Raumluft. Daraufhin wurde das Haus evakuiert. Inzwischen sind die sechs Personen wieder zu Hause.

Laut Polizei hat eine mögliche "Inversionswetterlage" maximal begünstigt — sie sei aber nicht ausschlaggebend gewesen, so Sprecherin Claudia Kammann: "Die Bewohner berichteten, dass das Wasser an diesem Abend nicht so warm wie gewohnt geworden sei." Die Therme sei im September 2012 erst gewartet worden; am Samstagabend noch wurde die Anlage stillgelegt, das Badezimmer war bis gestern versiegelt. Laut Polizei zieht der Hauseigentümer Heizungsinstallateur und Schornsteinfeger zu Rate, um die Anlage so sicher zu machen, dass es nicht wieder zu so einem Unglücksfall kommt.

(tei.-)
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