Wermelskirchen: A 1: Neue Baustelle bis 2013

Wermelskirchen : A 1: Neue Baustelle bis 2013

Hinter der Anschlussstelle Wermelskirchen in Richtung Köln werden zwei Rückhaltebecken für Regenwasser, die sich neben der Autobahn befinden, umgebaut. Die Bauzeit beträgt rund 19 Monate. Kosten: 4,5 Millionen Euro.

Gelbe Straßenmarkierungen, verengte Fahrstreifen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer — daran werden sich Autofahrer, die auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Köln unterwegs sind, hinter der Anschlussstelle Wermelskirchen in Zukunft gewöhnen müssen.

In der vergangenen Woche wurde dort eine Baustelle eingerichtet, die so schnell auch nicht wieder verschwinden wird. 19 Monate sollen die Arbeiten an der Autobahn dauern, teilte der Landesbetrieb StraßenNRW gestern auf BM-Anfrage mit. Die Länge einer Baumaßnahme sei auch immer von den Wetterverhältnissen abhängig.

Grund der Bauarbeiten: Zwei Rückhaltebecken für Regenwasser, die sich direkt neben der Autobahn befinden, müssen umgebaut werden, sagte Johannes Szmais, Sprecher von StraßenNRW. Die Becken fangen Regenwasser auf, das von der Autobahn abläuft, speichern es und lassen es kontrolliert weiter in ein Filterbecken laufen. Warum müssen die Rückhaltebecken gerade jetzt vergrößert werden? "Im Rahmen des Ausbaus der A 1 zwischen Remscheid und Wermelskirchen auf sechs Fahrspuren müssen wir das Speichervolumen der Becken erhöhen", sagt Vera Timmermann, Projektleiterin bei StraßenNRW.

Baustelle drei Kilometer lang

Die Baumaßnahme erfolge getrennt von dem Ausbau der A 1. Die neue Speicherkapazität der Becken liege bei 4015 und 2785 Kubikmeter. Timmermann: "Nach starken Regenfällen würden die Becken sonst überlaufen und das Wasser würde ungedrosselt weiter ablaufen."

Was für viele Autofahrer komisch ist: Von der Autobahn aus sind die Arbeiten nicht zu sehen. Normalerweise wird die Geschwindigkeitsbegrenzung, die von Remscheid an gilt, hinter der Anschlussstelle Wermelskirchen in Richtung Köln wieder aufgehoben. Nun steuern die Autofahrer nach der Großbaustelle hinter dem Rasthof Remscheid gleich die nächste Baustelle an.

Das lässt sich laut StraßenNRW aber nicht vermeiden. Aus Sicherheitsgründen müssen die Fahrspuren auf einer Länge von rund drei Kilometern verengt und die Geschwindigkeit dort begrenzt werden. "Der Baustellenverkehr hat in diesem Abschnitt seine Zufahrt, außerdem wird teilweise auch an der Böschung gearbeitet", sagt Timmermann.

Von einer erhöhten Staugefahr sei laut Timmermann in Zukunft nicht auszugehen. "Unsere Planung sieht vor, dass in diesem Bereich immer drei Fahrspuren zur Verfügung stehen."

(RP/rl)