Wermelskirchen: 740.000 Euro für Schlafraum-Module

Wermelskirchen: 740.000 Euro für Schlafraum-Module

Die Rettungs- und Feuerwache wird erweitert. Mit Modulen wird Platz geschaffen für sechs Schlafräume, Sanitärbereiche und Umkleideräume.

Darüber gab es im Fachausschuss Umwelt und Bauen keine Diskussion: Einstimmig wurde der Anbau an die Rettungs- und Feuerwache beschlossen. Dort werden für 740.000 Euro zweistöckige Module neben dem Hauptgebäude aufgebaut, um den nötigen Raumbedarf abzudecken. Spätestens um den Jahreswechsel sollen sie aufgestellt werden, teilte der zuständige Beigeordnete Thomas Marner auf Anfrage mit.

Als der Stadtrat Ende 2015 die Entscheidung traf, zur Sicherung des Brandschutzes den Rettungsdienst im Stadtgebiet nicht mehr von Feuerwehrleuten der jeweiligen Schichten ausführen zu lassen, sondern von dafür eigens einzustellende Rettungsassistenten, war man sich der baulichen wie personellen Konsequenzen bewusst. Immerhin müssen 15 Rettungsassistenten für den 24-Stunden-Dienst eingestellt werden. Dabei geht es dann aber auch um den Brandschutzbedarfsplan des Kreises, der noch nicht vorliegt und mit Wermelskirchen abgestimmt werden muss. Denn aufgrund konstant hoher und steigender Einsatzzahlen des Rettungsdienstes geht die Stadtverwaltung laut ihrer verabschiedeten Vorlage zum Fachausschuss davon aus, dass mindestens ein weiterer Rettungstransportwagen (RTW) in den 24-Stunden-Dienst übernommen wird. Das heißt dann: Sechs Personen (einschließlich Notarzt) in einer Schicht. Dafür muss dann Platz geschaffen werden.

Vor einem Jahr noch hieß es, man werde die OGS-Module von der Schwanenschule versetzen. Das ist längst hinfällig. Nun werden neue Module zwischen Hauptgebäude und Tafel im Einfahrtsbereich aufgestellt. Sechs Schlafräume und zwei Sanitäreinheiten sowie zwei Büros werden im Erdgeschoss untergebracht, im Obergeschoss wird es zwei weitere Sanitäreinheiten und einen großen Spindraum für die neuen Kräfte geben.

Bis dahin müssen aber dort die öffentlichen Parkplätze, die als Ersatz für den Loches-Platz vorgesehen sind, fertiggestellt werden. 82 hatte die Ratsmehrheit im Dezember 2017 beschlossen. Denn: Auch die Feuer- und Rettungswache hat großen Platzbedarf: 25 Parkplätze für die Mitarbeiter der Feuerwache und des Rettungsdienstes, 15 weitere im Einsatzfall für die Freiwillige Feuerwehr. 25 gibt es auf dem Areal der Wache und an der Straße; 15 weitere müssen aber der Feuerwehr noch im Rahmen des Parkplatzbaus an der Dresslerschen Fabrik zur Verfügung gestellt werden. Bei Schichtwechsel könnte es sogar zu einer Verdopplung der Fahrzeuge kommen, weist die Stadtverwaltung hin.

Die 15 Parkplätze sind nicht Teil der 82 öffentlichen Parkplätze, teilte Marner auf Anfrage mit: "Sie sind auch nicht ausschließlich auf dem neuen Parkplatz nachzuweisen."

(RP)