Wermelskirchen 50 Dellmann-Teller, prego!

Wermelskirchen · Mehr als 50 muntere Senioren, begleitet von Georg Hermann alias Schorschi besuchten auf ihrer Italienreise die legendären Hasi und Didi. Das Bergische Heimatlied wurde von den Dellmännern am Gardasee angestimmt.

"Dellmann-Teller I" und "Dellmann-Teller II" standen jetzt bei den Wermelskirchen-Auswanderern Anke und Dirk Leithäuser alias Hasi und Didi eigens für den großen Besuch aus der alten Heimat auf der Speisekarte. Denn verabredungsgemäß rückte Georg Hermann alias Schorschi mit seiner überaus munteren, mehr als 50-köpfigen Seniorentruppe am Gardasee an.

Fan-Shirts à la carte

Per Handy waren Anke und Dirk Leithäuser auf ihrem Standplatz auf einem großen Campingplatz am Gardasee bereits vorgewarnt: So konnten "Dellmann-Teller I" mit Currywurst und Pommes sowie "Dellmann-Teller II" mit Kartoffelsalat und Frikadelle für die hungrigen Wermelskirchener schon mal vorbereitet werden. Sogar eine Servierkraft hatten die Leithäusers für die große Seniorengruppe bestellt. Die Wermelskirchener lohnten Hasi und Didi ihren heißen Einsatz an Friteuse und Wurstgrill übrigens durch Absingen des Bergischen Heimatliedes. Bei so viel bergischem Lokalkolorit an den Ufern des Gardasees gab es den Dellmann-Teller bei Hasi und Didi aber nur für einen Tag und nur für den Besuch der Wermelskirchener: "Die Italiener haben keine Ahnung, was sich hinter dem Begriff Dellmann verbirgt", weiß die geschäftstüchtige Anke Leithäuser.

Statt dessen haben die einheimischen und die touristische Kundschaft von Hasis und Didis Imbissparadies aber sehr wohl einen Begriff davon, was man als echter Fan den Leithäusers "schuldig ist": "Unsere ersten Fan-T-Shirts sind schon verkauft!", freut sich Anke Leithäuser. So werden die knallig-roten Shirts mit schwarzer Hasi- und-Didi-Aufschrift jetzt online, aber natürlich auch à la carte im Imbisswagen unter die vielen Fans gebracht, die die beiden Auswanderer und ihre Erlebnisse einfach "kultig" finden. Anke und Dirk Leithäuser steht jetzt übrigens ein superheißes Wochenende am Gardasee bevor. Denn sie sind als Caterer für ein großes Bikertreffen mit mindestens 150, wahrscheinlich noch weitaus mehr Teilnehmern gebucht. Dafür musste aber zuerst mal groß eingekauft werden — und zwar in Deutschland. Morgens um vier Uhr ging's los in Richtung München, abends wieder zurück: Da hatte Hasi dann Wurst in Hunderterpackungen "und, was man sonst hier alles nicht kriegt" über die stets geöffnete Europagrenze gebracht.

Heimweh nach deutscher Wurst

Denn manchmal plagt die Leithäusers doch tatsächlich das Heimweh, allerdings nicht nach dem bergischen Regen, sondern nach bergischer Bratwurst, deutscher Leber- und Fleischwurst. "Ansonsten bleiben wir aber gerne in Italienr, obwohl uns fast alle Dellmänner gefragt haben: "Wann kommt ihr wieder zurück?", wundert sich Hasi.

(RP)
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