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Wermelskirchen: 2000 erlegte Wildschweine im vergangenen Jahr

Wermelskirchen : 2000 erlegte Wildschweine im vergangenen Jahr

Die Jäger des Rheinisch-Bergischen Kreises bereiten sich auf die afrikanische Schweinepest vor. Sie erlegten im vergangenen Jahr mit 2000 Tieren doppelt so viele Wildschweine wie 2016, wie das Kreisveterinäramt mitteilt. "Ich bedanke mich bei den Jägern ganz herzlich für ihren verstärkten Einsatz bei der Schwarzwildjagd", sagt Kreisveterinär Thomas Mönig. Er hoffe, dass sich dieser Trend in diesem Jahr fortsetze. Dann hätte es das Virus viel schwerer sich festzusetzen.

Die Hauptgefahr für die Einschleppung liege darin, dass der Erreger über mitgebrachte und nicht ordnungsgemäß entsorgte Lebensmittel zu den heimischen Schwarzwildbeständen gelangen könnte. Wenn die Krankheit erstmal eingeschleppt sei, das zeigten die Geschehnisse in Polen und dem Baltikum, verbreite sich die Tierseuche sehr schnell und setze sich dann in der Region fest.

"Das Schwarzwild hat sich infolge des Klimawandels, eines geänderten Nahrungsangebotes aber auch aufgrund der besonderen Intelligenz der Tiere erheblich vermehren können", erläuterte Michael Petrak von der Wildforschungsstelle NRW. Die hohe Schwarzwildpopulation begünstige die Ausbreitung der Tierseuche bei einer Einschleppung. Ziel müsse es daher sein, die Bestände deutlich zu reduzieren und dauerhaft auf einem niedrigen Niveau zu halten.

(chal)