Wermelskirchen: 150 000 Euro fürs Freibad

Wermelskirchen: 150 000 Euro fürs Freibad

Mit dem Thema Freibad Dabringhausen setzt sich auch Büfo-Ratsmitglied Horst Krüger auseinander. Er entgegnete auf den Spendenaufruf des WNKUWG-Fraktionsvorsitzenden Henning Rehse.

Er, Krüger, habe bereits am 21. März 2011 versucht, den Geschäftsführer der Naturarena Bergisches Land in Lindlar auf den touristischen Anziehungspunkt Freibad Dabringhausen hinzuweisen und in das Rahmenpapier zur Weiterentwicklung der Tourismuswirtschaft im Bergischen Land einzubeziehen.

Krüger hat's durchgerechnet

Gleichzeitig habe er zu diesem Zeitpunkt bereits auf die sich zuspitzende finanzielle Situation der Stadt Wermelskirchen hingewiesen und die Naturarena um Unterstützung zur Rettung des touristischen Kleinodes gebeten. "Leider blieben meine mahnenden Worte ungehört", bedauert Krüger.

Er habe aber nach einem aufklärendem Gespräch im Technischen Dezernat die von der Verwaltung freigegebenen Zahlen der investiven Kosten in Höhe von insgesamt 312 000 Euro fürs Freibad durchgerechnet: "Nach meiner Einschätzung sind diese zum Teil viel zu hoch angesetzt und nach Suche von Alternativen, Eigenleistung des FFD, interessierter Bürger und Firmen mit 130 000 Euro als realistisch anzusehen", meint Krüger. Ihm erscheinen zusätzliche, angeblich notwendige Investitionen in den nächsten zehn Jahre in Höhe von 800 000 bis eine Million Euro aber für völlig aus der Luft gegriffen. Krüger sagt: "Niemand scheint zu wissen, wer diese Zahlen in die Welt gesetzt hat, geschweige denn, wie sie zu Stande gekommen sind."

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Die von der Verwaltung angesetzten Zahlen für den notwendigen Abbruch des Freibades und die Renaturierung hält Horst Krüger dagegen im Ansatz für zu gering. Er schätzt diese auf 1,5 Millionen Euro. Krüger schlägt daher vor: "Der Kämmerer könnte diese Abbruchkosten einsparen und dem Freibadförderverein über zehn Jahre, dem Zeitraum des Haushaltssicherungskonzeptes, einen Betrag von jährlich 150 000 Euro zur Verfügung stellen. Darüber hinaus hatte der FFD in seinem Konzept Einsparmöglichkeiten bei der laufenden Unterhaltung präsentiert." Sowohl dem FFD als auch seiner Fraktion hatte Krüger seine Zahlenentwicklung vorgestellt.

Gespräch erforderlich

Er hält ein Gespräch mit Verwaltung, dem Förderverein und den Fraktionen für eine endgültige Beurteilung und Klärung des Zahlenmaterials für unbedingt erforderlich. Er persönlich hofft auf breite Unterstützung zum Erhalt des touristischen Kleinodes, das eben auch von Liebhabern außerhalb der Stadtgrenzen besucht werde,

(RP/rl)