Wermelskirchen: 148 Wermelskirchener verkauften ihr Haus

Wermelskirchen: 148 Wermelskirchener verkauften ihr Haus

2167 Verträge wurden im vergangenen Jahr im Rheinisch-Bergischen Kreis unterschrieben. In Wermelskirchen wurden die meisten Baugrundstücke verkauft: 54. Das ist dem neuen Grundstücksmarktbericht 2017 zu entnehmen.

Wer in Wermelskirchen lebt, möchte als Hauseigentümer auch hier bleiben. Das ist eine Erkenntnis aus dem Grundstücksmarktbericht 2017 für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Die zweite Erkenntnis: Die Region ist weiter ein attraktiver Wohnstandort. Entsprechend ziehen die Preise für Immobilien an.

Der Gutachterausschuss für die Grundstückswerte im Rheinisch-Bergischen Kreis hat wieder das Marktgeschehen in der Region unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2167 Verträge für Bauland, Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen unterschrieben. 2016 kamen 2141 Geschäfte zustande. Einher ging damit ein Anstieg des Geldumsatzes von 422 Millionen Euro auf 447 Millionen Euro - eine Steigerung von fast sechs Prozent. "Der Grundstücksmarktbericht zeigt deutlich, dass der Kreis weiter ein attraktiver Wohnstandort ist und die Menschen hier gerne wohnen", sagt der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Jörg Wittka.

Die Anzahl der verkauften Baugrundstücke stieg von 215 auf 223, was einen prozentualen Anstieg von vier Prozent bedeutet. Die Bodenpreise wurden ebenfalls - genau wie im Vorjahr - diesmal um sieben Prozent teurer. Die Umsätze blieben stabil bei 29 Millionen Euro. Dies liegt unter anderem daran, dass bei einigen Verträgen besondere Gründe vorlagen wie beispielsweise Schenkungen oder ein Tausch in der Verwandtschaft. Daraus resultierten dann geringere Preise.

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In Wermelskirchen (54) wurden die meisten Baugrundstücke verkauft. Es folgen Burscheid (38), Overath (31), Rösrath (31), Odenthal (27), Kürten (24) und Leichlingen (17). Für ein Baugrundstück in einer guten Wohnlage mussten die Käufer in Rösrath mit einem durchschnittlichen Preis von 390 Euro/Quadratmeter am tiefsten in die Tasche greifen. Vergleichsweise günstig ist eine gute Wohnlage in Wermelskirchen. Hier kostete der Quadratmeter für ein voll erschlossenes Grundstück 230 Euro. Ein leichter Rückgang ist dagegen bei den Verkäufen von Ein- und Zweifamilienhäusern festzustellen - und zwar um etwa ein Prozent. 2017 wurden 791 Vertragsabschlüsse registriert, im Vorjahr waren es noch 799. Die Umsätze stiegen allerdings auf 216 Millionen Euro - also um etwa fünf Prozent. Dies lässt auf steigende Preise in dem Marktsegment schließen. Die meisten Häuser wechselten mit 148 in Wermelskirchen den Besitzer. 134 fanden in Leichlingen neue Eigentümer. Eigentumswohnungen wurden kreisweit dagegen wieder in größerer Anzahl verkauft und gekauft. Die Anzahl wuchs von 589 Verträgen in 2016 auf 610 in 2017 an. Der Umsatz stieg analog dazu ebenfalls an: und zwar von 87,09 Millionen Euro auf 101,38 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 16 Prozent.

144 private Käufer in Wermelskirchen erwarben hier ein Ein- oder Zweifamilienhaus. 86 davon kamen aus Wermelskirchen selbst. In Rösrath ist bei den 125 Geschäften zu erkennen, dass mit 49 Käufern viele aus Köln stammen. 55 kamen aus der Sülztalstadt selbst. In den anderen Kommunen sieht es folgendermaßen aus: Leichlingen (131 Geschäfte/davon 73 Käufer aus der Stadt selbst), Overath (112/55), Burscheid (93/56), Odenthal (83/27) und Kürten (82/42). Bezogen auf das komplette Kreisgebiet (ohne Bergisch Gladbach) kamen 58 Prozent der privaten Käufer aus den Städten und Gemeinden des Kreises. Das machte einen Anteil von 1145 Geschäften aus.

Menschen aus Köln investierten in 220 Fällen, was elf Prozent der Geschäfte umfasste, in eine Immobilie oder ein Baugrundstück im Kreis. 173 Neu-Besitzer aus Leverkusen erwarben Eigentum im Rheinisch-Bergischen Kreis - neun Prozent des gesamten Volumens.

(RP)