Wermelskirchen: 10.000 Besucher bislang im Freibad

Wermelskirchen : 10.000 Besucher bislang im Freibad

Der Freibadförderverein ist zufrieden mit der Resonanz in der ersten Ferienhälfte - obwohl das Wetter beständiger hätte sein können. Positiv wirken sich die hohen Temperaturen aus: Dadurch können die Heizkosten enorm reduziert werden.

Für Michael Unbehaun könnte in den Sommerferien jeder Tag so wie der 5. Juli sein - zumindest was das Wetter und die Besucherzahl im Freibad Dabringhausen angeht. Denn der zweite Öffnungstag - es war der erste offizielle Ferientag - war gleichzeitig bislang der Rekordtag in der Freibadsaison 2014. 1360 Besucher strömten ins Freibad und ließen es sich bei perfektem Wetter gut gehen. Insgesamt zählten die Ehrenamtler des Träger- und Fördervereins etwa 10 000 Besucher in den ersten drei Wochen. "Wir sind mit der Besucherzahl zufrieden. Sie liegt ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres", berichtet Unbehaun auf Anfrage der BM. "Und das trotz des zeitweise doch recht unbeständigen Wetters", fügt der 66 Jahre alte Vorsitzende des Fördervereins (FFD) hinzu.

Auch an regnerischen Tagen kommen laut Unbehaun im Schnitt 200 Besucher ins Freibad, ist es sonniger, seien es 400 bis 500. "Viele Besucher entscheiden spontan, ob sie ins Freibad gehen oder nicht. Wenn die Sonne längere Zeit scheint, wird es gleich voller." Etwa 80 Schwimmer lassen sich von den Wetterbedingungen überhaupt nicht beeinflussen, sie kommen täglich, um im Freibad ihre Bahnen zu ziehen. "Viele Frühschwimmer warten morgens schon vor dem Eingang, bevor wir dann um 10 Uhr öffnen", sagt Unbehaun erfreut. Die Freibadbesucher kommen nicht nur aus Wermelskirchen, sondern aus vielen umliegenden Städten, zum Beispiel Remscheid, Burscheid, Leverkusen oder auch Bergisch Gladbach. "Aus einem Umkreis von etwa 40 Kilometern", schätzt der FFD-Vorsitzende. Die Besucher mit einer längeren Anreise legen laut Unbehaun natürlich Wert darauf, dass sie möglichst viel Zeit im Freibad verbringen können. Für sie müsse sich die Anreise lohnen. "Sie freuen sich natürlich, dass wir täglich um 10 Uhr öffnen."

Auch wenn es bislang nicht immer ausschließlich Sonne pur zu genießen gab, so machen sich die hohen Temperaturen seit Beginn der Ferien überaus bemerkbar. "Dadurch können wir die Heizkosten enorm reduzieren ", betont Unbehaun. Da es auch nachts relativ warm bleibe, müsse nicht viel geheizt werden, um die Wassertemperatur von etwa 24 Grad zu erreichen. "Heizkosten sind ein wesentlicher Faktor im Freibadbetrieb. Gut, dass wir in diesem Jahr einiges sparen können." Es bleibe das Hauptziel, auf der einen Seite Ausgaben weiter zu senken und gleichzeitig die Einnahmen zu erhöhen.

Die genaue Zahl der Besucher sowie die gesamten Einnahmen und Ausgaben werden am Ende der Freibadsaison (letzer Öffnungstag in diesem Jahr ist Sonntag, 17. August) ermittelt und ausgewertet. Dann wird auch analysiert, wie gut die Arbeit im Team funktioniert hat und was eventuell noch verbessert werden kann. Dass die Ehrenamtler sich über weitere freiwillige Helfer freuen würden, steht außer Frage. "Helfer kann man nie genügend haben", betont Unbehaun. Zurzeit sind etwa 20 Helfer (plus Schwimmmeister und Rettungsschwimmer) im Freibad im Einsatz. Sie teilen sich die einzelnen Dienste auf. Michael Unbehaun muss als Koordinator schauen, dass alle Termine besetzt sind. "An manchen Tagen gibt es Überschneidungen, dadurch wird es an anderen Tagen eng, Helfer zu finden. Aber irgendwie kriegen wir das immer hin", sagt der 66-Jährige.

Ein positives Signal kann Unbehaun bereits jetzt senden: "Wir werden das Projekt fortführen und auch im nächsten Jahr das Freibad öffnen."

(RP)