Wood'n'Brass in der Wegberger Mühle: Viele Facetten der Bläsermusik

Benefizkonzert in der Wegberger Mühle : Viele Facetten der Bläsermusik

Das Quartett „Wood’N’Brass“ trat zugunsten des Fördervereins Abbé George in der Wegberger Mühle auf. Die Wegberger Besucher leisteten dabei eine weitere Hilfe für die Einwohner von Burundi.

Die Idee zum Benefizkonzert hatte ihr ehemaliger Lehrerkollege Robert von der Gracht gehabt, berichtete Hedwig Klein zu Beginn in der Wegberger Mühle. Zusammen mit drei weiteren Bläsern war er hergekommen, um verschiedene Facetten der Bläsermusik hören zu lassen.

Von der Gracht spielte auf dem Bariton und Jochen Beckers auf dem Waldhorn. Dazu übernahm Tamara Hensen – die Leiterin des Schwanenberg-Hilfarther Posaunen-Chors war kurzfristig eingesprungen – die Erste Trompete und Claudia Merz die Zweite Trompete vor vollem Haus. Von Maritta von der Gracht und Gudrun Merz gesprochene oder per Video eingespielte Texte des niederrheinischen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch lockerten den Vortrag auf.

Auf das Projekt „Kinder- und Krankenstation in Magara“ ging Hedwig Klein näher ein. Der Verein, der seit 2007 aktiv ist, hat inzwischen die Station um ein Schwesternhaus und Gästehaus erweitert. Ebenso ergänzte er die Ausstattung mit medizinischen Geräten und übernahm teilweise die Personal- und Betriebskosten. „Wir haben die Kinder- und Krankenstation stehen. Sie arbeitet, und wir haben sie an den Schwesternorden übergeben“, erläuterte sie, „die Schwestern haben jetzt beschlossen, die Station zu einem Krankenhaus mit OP-Saal umzubauen, und das wollen wir auch finanzieren.“

Ihren Teil zum Gelingen des wichtigen Krankhausprojektes trug das Quartett mit vielen verschiedenen Titeln unterschiedlicher Ausrichtungen bei. Flott und unbeschwert erklang der Beatles-Song „When I’m Sixty Four“ oder die Dixies „Ice Cream“ und „New Orleans Time“. Besinnlicher in Richtung Swing und Blues ließen die Musiker die Arie „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“, erneut einen Beatles-Hit, „Yesterday“ oder das Stück „Blues on the Roof“ des zeitgenössischen Komponisten Jürgen Hahn in lässiger Spielart mit klangvollem weichem Ausdruck hören.

Während die folgenden Spirituals wie „Oh, When the Saints“ oder das „Spiritual Medley“ eher beschwingt und rhythmisch beim Publikum ankamen, setzte das Quartett später auf zeitgenössische Musikliteratur. Bisher seien sie durch Altenheime getingelt oder hätten Gottesdienste mitgestaltet und wollten jetzt mit diesem ersten öffentlichen Konzert einmal etwas Flotteres machen“, erzählten die Aufführenden am Rande. Dabei spielten sie immer für den guten Zweck. Sie treten in dieser Weise auf, weil es ihnen Spaß macht und sie anderen Spaß bereiten möchten. Dabei stammen sie aus Wegberg, Wickrath, Hetzerath und Erkelenz-Genfeld.

Die Zuhörer folgten interessiert sowohl den musikalischen als auch witzigen bis nachdenklich stimmenden literarischen Beiträgen. Eine Win-Win-Situation für alle drei beteiligten Parteien: für Musiker und Literaten, Publikum und das Förderprojekt.    

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