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Weitere Ermittlungen in Sachen "Gänsemord" in Wegberg

Nach Schuss in Wegberg : Ermittlungen in Sachen Gänsetod laufen noch

Vor zwei Monaten soll in Wegberg eine Nilgans-Familie auseinandergerissen und ein Elterntier dabei erschossen worden sein. Es besteht der Verdacht auf Wilderei. Kürzlich kam eine weitere Gans im Kreis Heinsberg auf schreckliche Art und Weise ums Leben.

Für Aufregung sorgte vor zwei Monaten ein Fall, bei dem sogar ein Schuss fiel. Eine Wegbergerin hatte beobachtet, wie in einem Nachbargarten mit einem großen Teich eine Familie von Nilgänsen brutal auseinandergerissen wurde. Ein Elterntier soll von einem unbekannten Mann erschossen, die meisten Gössel in eine Kiste gepackt und verschleppt worden sein.

Nach einer Anzeige der Wegbergerin nahm die Polizei die Ermittlungen auf, hat diese aber noch nicht ganz abgeschlossen. „Es müssen noch Vernehmungen durchgeführt werden. Anschließend wird der Fall an die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach übergeben“, hieß es aus der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Heinsberg. Nach den damaligen Recherchen unserer Redaktion könnte es sich um einen Fall von Wilderei handeln, weil der für den betroffenen Bereich zuständige Jagdpächter offenbar nicht über die Aktion der vermeintlichen Gänsejagd informiert war. In diese Richtung ermittelt offenbar auch die Polizei. „Das ist keine Lappalie. Jagdwilderei sorgt gerade im ländlichen Bereich für großes öffentliches Interesse“, sagte ein Polizeisprecher. Zumal es kürzlich im Kreis Heinsberg einen weiteren Vorfall mit Beteiligung einer Gans gab. So entdeckte Anfang August ein Angler eine aufgespießte Gans am Rande der Burg Trips in Geilenkirchen. Unklar ist allerdings noch, ob Absicht vorliegt oder es sich um ein Unglück handelt.