Wegberger Playmobil-Martinszug Miniatur-St.-Martin reitet durch den Landtag

Wegberg · Um die Martinstradition zu ehren, wird jetzt der detailreich gestaltete Playmobil-Umzug von Joachim Bobert aus Wegberg im Landtag Nordrhein-Westfalen präsentiert.

 Der St. Martinzug aus Playmobilfiguren, geschaffen von Joachim Bobert, ist bis zum 1. Dezember im Landtag NRW zu sehen.

Der St. Martinzug aus Playmobilfiguren, geschaffen von Joachim Bobert, ist bis zum 1. Dezember im Landtag NRW zu sehen.

Foto: dpa/Landtag NRW

(RP) Der heilige Martin reitet in seinem roten Mantel auf seinem weißen Pferd, ihm voran ein Polizeiauto und ein Feuerwehrfahrzeug. Dahinter folgen Hobbymusiker, die auf ihren Trompeten, Saxophonen und Fanfaren spielen, Feuerwehrkameraden mit brennenden Pechfackeln in ihren Händen, die den Sankt-Martinszug absichern, und unzählige Mädchen und Jungen mit selbst gebastelten Laternen, mit buntem Transparentpapier liebevoll beklebt.

Diese fröhliche Ausstellung mit Playmobil-Figuren, Häusern und Fahrzeugen hat Joachim Bobert, Vorsitzender des Martinskomitees Harbeck-Berg in jahrelanger Kleinstarbeit mit viel Fingerspitzengefühl und Liebe zum Detail geschaffen. Etwa eine Stunde benötigte er pro Playmobil-Figur – wie viele es inzwischen sind, kann er selbst nicht sagen.

Seit Sonntag, dem 12. November, bis Freitag, 1. Dezember, sind die detailreich gestalteten Mini-Umzugsteilnehmer zu Gast im Landtag Nordrhein-Westfalen, um vor allem auch Kindern die Geschichte des Heiligen Martins, seinen Vorbildcharakter und die Martinstradition im Rheinland zu erläutern.

„Das Parlament unterstützt die Martinstradition und die Bewerbung zum Immateriellen Kulturerbe auf Bundesebene. St. Martin steht mit seiner Geschichte des Teilens und der Nächstenliebe für zentrale Werte unserer demokratischen Gesellschaft. Die St. Martinstradition wird in den Städten und Gemeinden von Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern gepflegt. Sie sorgen für leuchtende Kinderaugen bei den Umzügen und sind damit gute Seelen unserer Gesellschaft“, sagt André Kuper, Präsident des Landtags.

Anlass der Ausstellung ist die aktuelle Bewerbung des rheinischen Martins-Brauchtums zur Anerkennung auf Bundesebene. Die Ausstellung „Kulturerbe Sankt Martin“ wurde mit Unterstützung des Heimat-Förderprogramms NRW realisiert. Auf 20 Tafeln ist das Leben St. Martins zu sehen, die Entwicklung von alten Bräuchen hin zu unserem heutigen Martinsfest, das Fest in anderen Regionen und Ländern sowie natürlich Informationen zum Kulturerbe selbst.

(vest)
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