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Wegberger Friedhöfe sollen schöner werden

Städtischer Bauhof übernimmt Pflege : Wegberger Friedhöfe sollen schöner werden

Das Erscheinungsbild der Friedhöfe in Wegberg soll besser werden. Deshalb soll der Bauhof pflegen.

Schlechte Wege, ungepflegte Hecken und Sträucher, überfüllte Mülleimer: Über das schlechte Erscheinungsbild der Friedhöfe im Wegberger Stadtgebiet haben sich zuletzt viele Leser gegenüber unserer Redaktion (Bürgermonitor) beklagt. Wegbergs Technischer Beigeordneter Frank Thies räumt ein, dass die Qualität der extern beauftragten Pflege, die privatwirtschaftliche Unternehmen im Auftrag der Stadt leisten, deutlich nachgelassen hat. Deshalb werde die Stadt die Pflege und Unterhaltung der Friedhöfe wieder in Eigenregie übernehmen.

„Die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes übernehmen zum 1. Juli die Pflege- und Unterhaltungsarbeiten auf den Friedhöfen Arsbeck, Beeck, Klinkum und Wegberg“, erklärte Thies in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Rathaus. Zur Begründung sagte er, dass es für die städtische Friedhofsverwaltung zuletzt immer aufwendiger wurde, in Zusammenarbeit mit den externen Unternehmen Probleme zu klären und Nachbesserungen durchzusetzen. Zudem habe die derzeit beauftragte Firma mehrfach angedeutet, die im Leistungsverzeichnis geforderten Positionen in Zukunft nicht mehr zu den bisherigen Preisen anbieten zu können – es droht also eine Preiserhöhung.

Ingmar Pape, Leiter des Baubetriebshofs, hat den Aufwand für die Pflege und Unterhaltung auf Basis der vorliegenden Leistungsverzeichnisse für die Friedhöfe in Arsbeck, Beeck, Klinkum und Wegberg kalkuliert. Demnach rechnet die Stadt mit jährlichen Kosten von rund 110.000 Euro. Diese Summe liegt unter dem Ergebnis des Durchschnittspreises aus der letzten Ausschreibung dieser Leistungen (128.000 Euro). Nur zwei Angebote lagen bei der Ausschreibung im Jahr 2016 unter 100.000 Euro, somit geht die Stadt davon aus, dass die Angebote jetzt höher ausfallen würden als die kalkulierte Summe des Bauhofs, sollten die Leistungen erneut ausgeschrieben werden.

Die Friedhofsverwaltung geht außerdem davon aus, dass die Zusammenarbeit mit dem Baubetriebshof einfacher ist als mit externen Unternehmen. Weil die städtischen Friedhofsgärtner bei Bestattungen und Abräumungen von Gräbern anwesend sind, könnten viele Arbeiten zeitnah und mit einem geringeren Aufwand erledigt werden. So könnten beispielsweise einige Anfahrten überflüssig werden. Auch seien Abstimmungen mit der Friedhofsverwaltung wesentlich schneller und einfacher möglich, argumentiert die Verwaltung. Der Baubetriebshof und auch die Friedhofsverwaltung sind sicher, dass die Friedhöfe in jedem Fall einen deutlich verbesserten Pflegezustand aufweisen werden, als es derzeit der Fall ist.

Für die übrigen Friedhöfe in Wildenrath, Dalheim, Merbeck, Rickelrath, Tüschenbroich und Rath-Anhoven bestehen noch laufende Verträge über die Pflege mit externen Unternehmen bis einschließlich 31. Mai 2020. Wenn es personell und finanziell darstellbar ist, sollen auch diese Friedhöfe in Zukunft wieder durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofs gepflegt werden, wurde während der Sitzung des Hauptausschusses deutlich.