Wegberg: Zehn Jahre Gastronomie in der Ophover Mühle

Gastronomiebetrieb in der Ophover Mühle feiert Zehnjähriges : Historie und Moderne im Einklang

Nachdem Ulrike und Holger Hendricks die Ophover Mühle in Wegberg vor mehr als zehn Jahren aus dem Dornröschenschlaf erweckten, ist das Gebäude heute eine geschichtsträchtige und viel besuchte Schönheit.

Sie sind schon immer gerne Gastgeber gewesen, sagen Ulrike und Holger Hendricks. Als sich der Betrieb der Ophover Mühle als Restaurant vor mehr als zehn Jahren als Option auftat, haben sie sich an diese Aufgabe getraut. Eine Entscheidung, die gut war, wie sie heute wissen. Gut neun Monate hatten sie mit Unterstützung von Ulrike Hendricks Vater, Rudi Heinrichs, an der Mühle gearbeitet, sie umgebaut und restauriert. Sie erweckten damals das historische Mühlengebäude am Beeckbach nach längerem Leerstand aus dem Dornröschenschlaf. Die Eröffnung der Gastronomie ist am 18. Oktober zehn Jahre her, und heute präsentiert sich die Mühle als geschichtsträchtige Schönheit, bei der Historie und Moderne harmonieren.

Beim Besuch der Ophover Mühle ist die alte Zeit des Müllerhandwerks durch gut erhaltenes Bauwerk mit passender Ausstattung eindrücklich nachvollziehbar. So stellte die Familie das mittelschlächtige Wasserrad wieder her – aufgrund des niedrigen Wasserstands des anliegenden Rückhaltebeckens des Beeckbachs steht es aber still. Direkt im Eingangsbereich ist die instandgesetzte Mühlentechnik zu sehen: Zwei Mahlgänge standen dem Müller zur Verfügung. Auch vom höher gelegenen Mühlenbalkon aus haben Gäste darauf freie Sicht.

In der gemütlichen Mühlenstube und im Kesselraum sitzen am Morgen viele Gäste an den Tischen, um das Frühstücksbuffet zu genießen. Eine hell und freundlich gestaltete Orangerie sowie ein glasüberdachter Innenhof mit traumhaftem Blick auf das Seegewässer, der inmitten des historischen Vierkanthofes liegt, schließen sich unmittelbar an. „Wir sind in jedem Jahr dabei, zu arbeiten und zu verbessern“, erzählt Ulrike Hendricks, entweder im technischen Bereich oder zur Verschönerung, Erweiterung und Erhaltung. „Dabei versuchen wir, moderne Aspekte mit Historischem zu verbinden“, fügt ihr Ehemann an, „wobei trotzdem klar erkennbar ist, was neu und was alt ist“. Energetisch hatte sich beispielsweise 2014 viel getan: Durch den Einbau eines Blockheizkraftwerks ist das Unternehmen unabhängiger und kann günstiger und nachhaltiger heizen und Strom produzieren. 2017 überdachten und umbauten sie die ehemalige rückwärtige Terrasse mit großen Glaselementen – die Orangerie bietet zusätzliche bis zu 30 Plätze und einen eigenen Buffetbereich. Die vor der Mühle liegende Seeterrasse haben beide in diesem Jahr mit Naturstein-Platten neu gestaltet – sie wird zur kommenden Außensaison im Stil des Hauses komplett neu bestuhlt. Ebenso sind die Sanitäranlagen und Eingangstüren komplett erneuert.

Auf der Mühlenspeisekarte ist neben dem umfänglichen Frühstücksbuffet wochentags an Sonn- und Feiertagen ein Brunch mit zusätzlichen warmen Gerichten, Suppen und Desserts zu finden. Dazu werden klassische, teils variierte, Gerichte neben saisonal, regional und thematisch gebundenen Kreationen etwa mit Stör oder Duress-Schwein aus dem Kreis Heinsberg angeboten. Und pünktlich zum Zehnjährigen ist ein sechstes Mühlenbier zur hauseigenen Auswahl dazugekommen.

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