Wegberg: Wolfgang Hohlbein las aus dem neuen Thriller "Killer City"

Wolfgang Hohlbein in der Wegberger Mühle : Bestseller-Autor zur Literaturtage-Premiere

Wolfgang Hohlbein las bei den „Wegberger Literaturtagen in der Mühle“ aus seinem neuen Thriller „Killer City“.

Zur Premiere der „Wegberger Literaturtage in der Mühle“ hatten die Veranstalter – Kulturring Wegberg, Autorengruppe „SiebenSchreiber“ und Buchhandlung Kirch – einen prominenten Autor zu Gast: Wolfgang Hohlbein war mit Ehefrau Heike hergekommen und hatte seinen neuen Thriller „Killer City“ mitgebracht. Zwei Szenen ließ er daraus hören und zog seine Zuhörer in seinen Bann. Es war ein Highlight des Wochenendes unter dem Motto „3 Tage Buch“, zu der Autor Peter C. Schmidt der „SiebenSchreiber“ die Idee hatte und alle drei Verantwortlichen das Programm erstellten.

Kulturring-Vorsitzender Willy Meersmann begrüßte die „Literatur-Interessierten und Hohlbein-Fans“ im gut besuchten Mühlenraum. Wolfgang Hohlbein ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Fantasy-Roman „Märchenmond“, der auf einer Grundidee seiner Frau beruht. Er verfasst Horror-, Science-Fiction- und Fantasy-Literatur. Dabei hat er rund 43 Millionen Bücher verkauft, wurden seine Werke in 47 Sprachen übersetzt und mit über 20 nationalen und vielen internationalen Preisen ausgezeichnet. Sich im Anschluss den Fragen seines Publikums zu stellen, kündigte er an, bevor er aus „Killer City“ las.

Die Zeit, zu der der neue Thriller hauptsächlich spielt, sind die 1890er Jahre. Es strömten Millionen Besucher zur Weltausstellung 1893 nach Chicago, um sich die neuesten technischen Wunder anzuschauen. Unter sie mischte sich Hauptfigur Thornhill, um unterzutauchen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits viele Menschenleben auf dem Gewissen.

Auslöser für das Schreiben des Buchs und ebenso Thema der Eingangsszene stellten zunächst die Geschehnisse des Amerikanischen Bürgerkrieges, 1861 bis 1865, und im Speziellen die Schlacht von Gettysburg in Pennsylvania dar. Protagonist Boy, später Thornhill, war mit zwölf Jahren Jüngster der Einheit und geriet nach einem Hinterhalt in die blutigen Kämpfe, schilderte der Autor lebensnah die Situation. Im ruhigen, flüssigen und einnehmenden Erzählstil nahm er seine Zuhörer an die Orte der Handlung mit und ließ sie durch wortreiche und genaue Formulierungen teils wie in Echtzeit am Geschehen teilhaben. So stellte das Kriegsgeschehen für Boy eine Feuertaufe dar, die er nur knapp überlebte. Als er einem sterbenden Indianer Wasser zu trinken gab, erhielt er von diesem mit dessen letztem Atemzug etwas Uraltes: eine Kraft, die Lebenszeit anderer nutzt, um stärker weiterleben zu können. „Ich sehe die Geschichten wie in einem Film vor mir ablaufen und finde dann eine Sprache sie zu erzählen, die vielen gefällt“, erläuterte der Autor seinen Schreibstil.

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